Rad. Uniqa Classic, einst Wien-Gresten-Wien, übertrifft zum 50er an Stars die Österreich-Rundfahrt.
WIEN (r. r.). Ums Hochkar, oft Ziel der Schlußetappe und letztes Kriterium, wer vorn ist, macht man einen Bogen. Kein Nachteil, weil man sich dafür einen Star einhandelte, dessen Stärke nicht auf Bergen liegt: Johan Museeuw, 35, Belgien, Stehaufmännchen, Weltmeister, Weltcupsieger. Er hat gebrochene Kniescheiben und anderes weggesteckt, um wiederum Klassiker zu gewinnen.
Auch das frühere Wien-Gresten-Wien ist ein Klassiker. Kein Weltcup, aber UCI-Status 2,3, hochrangig und Punkte-trächtig. Zum 50. Mal wird gefahren, jetzt als Uniqa-Classic. Museeuw ist Topstar der 19 Teams, die sich in Traismauer (Mi) zur 656-km-Fahrt via Rabenstein, Gresten (zum 50. Mal) bis Großraming (Sa) in den Sattel schwingen. Dabei auch Steffen Kjaergaard (Nor), Ö-Toursieger 95, M. Zberg (Sz) vom Rabobank-Team des Ex-Toursiegers und Weltmeisters Zoetemelk, Mapei mit Cadel Evans (Aus), Rundfahrtsieger 2001, der im Giro in Rosa fuhr, Saeco mit Conti (I), Nürnberger mit Riebenbauer, Morscher, Pfannberger. Gerolsteiner, von Tour-Boß Slavik ausgeladen, weil Wrolich, Haselbacher, Totschnig absagten, will den Start erzwingen. Totschnig-Bruder Harald fährt im Ö-Team um Pichler und Kohl, U23-Sieger am Henninger-Turm. Bundestrainer Lux appelliert: "Man muß vor großen Namen nicht kapitulieren."