Skispringen: Cheftrainer Lepistö hat "gutes Gefühl"

Skispringen. Cheftrainer Hannu Lepistö traut seinen Schützlingen bei der Tournee (ab Samstag) einiges zu und ist gespannt, wie sich die Adler-Teenager Liegl, Kofler, Hafele und Morgenstern präsentieren.

INNSBRUCK. Die Weihnachtstage verbrachte Adler-Chef Hannu Lepistö in Innsbruck. In Österreich fühle er sich wohl, habe ein zweites Heim gefunden und mit dem Team eine Aufgabe, die ihn reizt und stets vor neue Herausforderungen stellt. Wie bei der Vierschanzentournee, die am Samstag in Oberstdorf mit der Qualifikation beginnt. "Für mich", sagt der 56jährige Finne, "ist's die 20. Tournee. Für Liegl, Kofler, Hafele und Morgenstern ist's die erste. Widhölzl, Höllwarth, Goldberger und Koch waren schon dabei. Ich bin schon sehr gespannt, wie alle mit dem Rummel umgehen. Und - ich glaube schon, daß wir ganz vorne dabei sein werden!"

Angst, einen seiner Teenager bei der Tournee zu "verheizen", habe Lepistö "definitiv" nicht. "Schau, der Jens Weißflog war 17, als er zum ersten Mal gewonnen hat. Toni Nieminen oder Janne Ahonen auch, oder nicht viel älter." Die Unbekümmertheit junger Athleten imponiere ihm, zeige, daß Mensch und Material aufeinander abgestimmt sind, das System passe. "Sie wissen zwar, was sie erwartet. Aber viele zeigen sich davon nicht beeindruckt. Das ist gut so!"

Durch Material-Reformen werden durchtrainierte Athleten bevorzugt. Aber nicht nur wie gewohnt kleine, dünn und schlaksig wirkende Springer sind vorn dabei, auch große Springer könnten mithalten. Wie Florian Liegl, der stolze 1,94-m mißt. "Er hatte früher 2,76er-Ski, jetzt sind sie 2,80-m lang. Die längsten im Weltcup!" Je größer der Springer, desto mehr müsse aber an der Technik gearbeitet werden. "Hebelwirkung, Absprung und Flugphase mußt du beachten", sagt Hannu, der auch mit dem neuen Anzug, den erstmals auch eine Österreichische Firma (Schneider) produziert, nur "positive Erfahrungen" gemacht hatte. Ein lang geplantes Projekt, von dem vier seiner Youngsters profitieren. "Der Anzug paßt!" Und die Entwicklung mit Weltcup-Resultaten evaluieren . . .

Von acht Bewerben konnten seine Adler vier gewinnen, insgesamt sieben Mal in Folge am Podest landen. Für Lepistö allerdings keine Garantie, daß "man immer gewinnt. Man darf nie aufhören, muß immer weiter arbeiten!" Dabei verwies er auf die Routiniers, die in Schwung und Fahrt gekommen wären. Stars der Schanzen-Szene, wie Hannawald, Malysz oder Ahonen - "mit ihnen rechne ich. Wenn's drauf ankommt, sind sie immer da." Jedoch auch "Hölli, Swider und Goldi sind stark", könnten den zehnten Gesamtsieg für Österreich holen. "Die Tournee ist Besonderes. Ich habe wirklich ein gutes Gefühl . . ."


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