Die Black Wings konnten ihren ersten Sieg in der Finalserie feiern. Die Villacher Aufholjag im Schlußdrittel kam zu spät. Turbulente Szenen nach Spielende dürften ein Nachspiel haben.
VILLACH (apa). Die Black Wings Linz haben den ersten Matchball des Villacher SV in der "best-of-seven"-Finalserie der Uniqa-EishockeyLiga abgewehrt. Die Oberösterreicher feierten am Sonntag in Kärnten einen 4:3-(1:0,2:0,1:3)-Sieg und schafften damit nach drei Niederlagen in Serie den ersten Erfolg im Kampf um den Meistertitel. Trotzdem besitzen die Villacher, die nach sieben Siegen en suite erstmals verloren, beste Chancen, nach 1981, 92, 93 und 99 zum fünften Mal Champion zu werden.
Die meisten Villach-Spieler waren wohl über weite Strecken des vierten Finalspiels mit dem Kopf beim Feiern als beim Spiel. Diese Schwäche nützten die Linzer bereits in der vierten Minute zum Führungstreffer durch Mark Szücs. Im Mittelabschnitt setzten dann die Gäste mit einem Blitzstart gegen die äußerst nervös agierenden Hausherren nach: Philipp Lukas ließ nach einem Bilderbuch-Break (21.) VSV-Goalie Gert Prohaska keine Chance, fünf Minuten später besorgte Raimund Divis das 3:0. Und als Rick Nasheim in der Eröffnungsminute des Schlußdrittels im Überzahlspiel den vierten Linz-Treffer fixierte, schien die Vorentscheidung gefallen.
Doch nach diesem Tor wachten die Villacher auf und verkürzten durch Wolfgang Kromp (43.) und Herbert Hohenberger (45./Powerplay) innerhalb von zwei Minuten auf 2:4. In der Folge erlebten die 5.000 Zuschauer eine tolle Partie mit zahlreichen, hochkarätigen Chancen für die Villacher. Der Anschlußtreffer fiel aber erst in der 56. Minute durch Kromp, der einmal mehr die Linzer düpierte. Danach versuchten die Kärntner alles, nahmen in der Schlußminute sogar den Goalie vom Eis, es blieb aber beim angesichts der ersten 41 Minuten nicht unverdienten 4:3 für Linz. Nach der Schlußsirene machten dann einige Villacher ihrer Enttäuschung Luft, indem sie gegnerische Spieler attackierten.