Kia hat den Van Carnival völlig überarbeitet und bietet jetzt ein interessantes Produkt für Familien.
WIEN. Die Formel ist recht einfach: Die Zahl der Gepäckstücke ergibt sich aus der Anzahl der mitfahrenden Frauen zum Quadrat. Bei einer Frau ist es noch bescheiden ein Koffer, zählt man aber zwei Töchter dazu, dann muß man sich schon ernsthaft den Kauf eines Klein-Lkw überlegen. Denn zu den neun Gepäckstücken (Frauen) und dem Waschbeutel (Mann) kommen auch noch - je nach Jahreszeit - Rodeln oder Fahrräder für die Kinder dazu.
Mit dem neuen Carnival bietet Kia jetzt aber eine interessante Alternative zum Daheimbleiben und zum 40-Tonner. Mit mehr als 600 Kilogramm kann man den Van beladen, im besten Fall steht ein Volumen von 3321 Litern zur Verfügung (als Zweisitzer). Interessant für Familien ist der Carnival vor allem wegen des Preises, den man dem überarbeiteten Modell nicht mehr ansieht. Für 30.826 Euro (Executive-Ausstattung) bekommt man sehr viel Auto: ABS, Bremskraftregelung, zwei Schiebetüren, Wärmeschutzverglasung, Klimaanlage, Airbags. Auch auf technische Spielereien muß man nicht verzichten - ein Regensensor steuert den Scheibenwischer, ein Lichtsensor das Licht. Wichtig für die Kühlbox: Im Kofferraum gibt es einen 12-Volt-Anschluß. Dazu kommen jede Menge Getränkehalter (15 Stück), Schubladen, Ablagefächer, Brillenfächer und aufklappbare Tische.
Entgegenkommend ist der Siebensitzer auch im Verbrauch. Im Drittelmix begnügt er sich mit 8,2 Liter Diesel. Der Common Rail Diesel, verfeinert mit Hilfe aus Österreich, leistet 144 PS und macht den Zweitonner damit zu einem spritzigen Fahrzeug.
Im Vergleich mit Vans gleicher Größe von anderen Herstellern vermißt man im Kia nichts. Außer vielleicht eine Anhängerkupplung, falls eine vierte Frau mitfährt . . .