Die Verschmelzung von kulinarischer und musikalisch-literarischer Kunst hat eine lange Tradition. In Gumpoldskirchen wird sie von kundigen Kräften auf besonders sympathische Weise gepflegt.
Ohren- und Gaumenfreuden verspricht man dem Besucher in Gumpoldskirchen. Dabei geht es nicht immer um die übliche Schrammelmusik beim Heurigen. Zuweilen stecken die Veranstalter ihre Ziele höher – und bringen erstaunliche Dinge hervor. Beim „Schwarzen Adler“ zum Beispiel gehen prominente Künstler aus und ein – nicht nur, um zu speisen, sondern auch, um hier Musik zu machen.
Die Gestaltung des künstlerischen Sommerprogramms im altehrwürdigen Wirtshaus, in dem spätestens seit 1882, als die Familie Biegler die Bewirtschaftung übernahm, gediegen aufgekocht wurde, obliegt Wofgang Marc Berry, der zuletzt sogar seine Mama, Christa Ludwig, hier zur Einkehr bewegen konnte. Seit Mai wird hier nun musiziert, das Jess Trio war bereits zu Gast, Peter Meissner präsentierte seine kabarettistischen Alltagsgeschichten und Alfred Sramek begann mit seinem Zyklus klassischer Lieder, die unter dem Titel „Nix Ernstes“ die heiteren Seiten von Schubert, Haydn und Mozart vorstellen. Sramek kommt auch 31. August wieder, um diese amüsante Tour dÂ’horizon fortzusetzen, im September locken dann das Wiener Schrammel-Quartett (14.), noch einmal das Jess-Trio (21.) und der Pianist Manfred Wagner-Artzt (28.)
Die Restaurantpächter Herbert Hasenöhrl und Kurt Pröglhöf versuchen ihrem Credo gerecht zu werden, das da lautet, der regionalen Küche die größtmögliche Originalität zu bewahren, aber doch zwischen den simplen Freuden aus Großmutters Kochtopf und anspruchsvoller internationaler Küche zu vermitteln, um das gemütlichen Ambiente der sauber herausgeputzten alten Wirtsstuben mit dem rechten kulinarischen Leben zu erfüllen.
„Zum schwarzen Adler“
2352 Gumpoldskirchen, Schrannenplatz 3
Tel: 02252/607066
e-mail: office@adlerkunst.at