Der neue Vorstand wurde am Mittwoch bestellt. Die gesamte Branche kämpft mit Problemen infolge der Börseflaute.
WIEN (per). Nach der Allianz und der Wiener Städtischen gibt nun auch Uniqa Gewinnwarnung. Wegen der angespannten Kapitalmärkte nach den Terroranschlägen in den USA könne für heuer ein starker Ergebnisrückgang nicht ausgeschlossen werden, hieß es am Mittwoch in einer Aussendung. Bereits im ersten Halbjahr haben die flauen Aktienmärkte das außerordentliche Finanzergebnis mit 655 Mill. S belastet. Das Prämienvolumen konnte aber um 3,5 Prozent auf 19,2 Mrd. S gesteigert werden.
Kein sanfter Start also für das vom Aufsichtsrat am Mittwoch neu bestellte Vorstandsteam. Nachdem der bisherige Konzernchef Herbert Schimetschek und Vorstand Hubert Schatzdorfer mit Jahresende in Pension gehen, kommt es im Konzern zu einer Umstrukturierung. Die Holding und die operativen Töchter (Uniqa Personenversicherung, Uniqa Sachversicherung und Raiffeisen Versicherung) werden stärker getrennt.
Vorstandsvorsitzender wird im Jänner Konstantin Klien (Vertrieb, Personal, Marketing), der genauso vom Konkurrent AXA kommt wie der neue IT-Vorstand Karl Unger. Neu in den Vorstand kommt Schimetschek-Assistent Andreas Brandstetter (Auslandsgeschäft, Direktvertrieb). Gottfried Wanitschek bleibt für Finanzen und Beteiligungen, Hannes Bogner für Rechnungswesen und Controlling zuständig. Christian Sedlnitzky bleibt Vorstand der Raiffeisen-Versicherung, Chef der Uniqa Personenversicherung wird Peter Eichler und der Uniqa-Sach Johannes Hajek. Die drei waren bisher auch Holding-Vorstandsmitglieder.