Österreichs Kasinos dominieren Schweiz

Casinos Austria und Novomatic erhalten insgesamt zehn Spielbanken-Konzessionen in der Schweiz.

WIEN (apa/eid). Österreichs Glücksspiel-Unternehmen werden die Schweiz dominieren: Die Casinos Austria und die Novomatic haben am Mittwoch vom Schweizer Bundesrat insgesamt zehn Konzessionen erhalten: Casinos Austria sechs A- und B-Lizenzen für Bern, Luzern, St. Gallen, Pfäffikon, Schaffhausen und St. Moritz, die Novomatic (über die Admiral Casinos & Entertainment) vier B-Lizenzen für Davos, Rapperswil, Lugano und Mendrisio.

Casinos Austria wollen in den nächsten zwei Jahren rund 200 Mill. sFr (135,2 Mill. €/1,86 Mrd. S) in der Schweiz investieren, sagte CA-Chef Leo Wallner. Für die Novomatic, die 66 Mill. sFr investieren wird, ortet Vorstand Johannes Hahn lukrative Aussichten, weil gerade Mendrisio an der italienischen Grenze (in Italien ist Glücksspiel verboten) verspricht, eine Goldgrube zu werden. A- und B-Konzessionen unterscheiden sich durch das Spielangebot und die Höhe der möglichen Spieleinsätze. A-Casinos bieten "Lebend-Spiele" wie Roulette und Black Jack, in B-Casinos sind neben maximal 150 Automaten nicht mehr als drei verschiedene Tischspielarten zugelassen.

In der Schweiz gab es bisher Automatenbetriebe, die Casinos Austria waren seit 1993 tätig. Damals billigte das Volk die Aufhebung des Spielbankenverbots. Erst im April 2000 trat nach etlichen Anläufen das Spielbankengesetz in Kraft. Ursprünglich gab es 63 Ansuchen um Konzessionen.

Keine Rezession

Von der weltweiten Konjunkturabschwächung seien die Casinos Austria laut Wallner nicht negativ betroffen. Auch die angespannte Situation nach den Terroranschlägen in den USA wirke sich nicht negativ auf die Spielleidenschaft aus. Der Spielumsatz der Gruppe werde heuer um 20 bis 30 Prozent steigen, das Ergebnis werde sich um 15 bis 20 Prozent verbessern, schätzt Wallner. Mit Glücksspielen im Internet will man rund 1,8 Mrd. S umsetzen, mit Wetten rund eine Mrd. S.

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