Kleine bauen "Puffer" auf

Die Eigenkapitalquote von kleinen und mittleren Unternehmen in Österreich steigt weiter an.

WIEN (mk). Die meisten Unternehmen in Österreich haben gute Karten, die momentane Krise in der Wirtschaft zu durchstehen. Die durchschnittliche Eigenkapitalquote - der Puffer für schlechte Zeiten - ist vor allem bei den Klein- und Mittelbetrieben in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen (siehe Graphik). Dies geht aus dem Finanzmarktstabilitätsbericht der Österreichischen Nationalbank (OeNB) hervor. Bei den großen Unternehmen gab es hingegen zu einem leichten Rückgang. "Vor allem wegen ihrer Expansion", erklärte Gertrude Tumpel-Gugerell, Vize-Gouverneurin der OeNB.

Relativ gut sieht auch die Lage der heimischen Banken aus: Sie müssen - im internationalen Vergleich - nur geringere Wertberichtigungen für Ausfälle ihrer Schuldner verzeichnen. 2000 waren nur 1,15 Prozent ihrer Forderungen ertrags- und zinslos.

Auch die schwer überschuldete Tourismusbranche hat im Jahr 2001 ihre Ertragslage leicht verbessert und mehr investiert. Bei Vier- und Fünf-Stern-Hotels liegt die Eigenkapitalquote nun bei minus (!) sieben Prozent, im Vorjahr war der Wert noch minus 8,5 Prozent. Drei-Stern-Betriebe haben sich auch leicht verbessert und weisen nun eine Eigenkapitalquote von minus 27 Prozent auf.

www.oenb.at

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