DIE "PRESSE"-MEINUNG
Wien wird im kommenden Jahr 127,45 Milliarden Schilling ausgeben - vier Milliarden weniger als in diesem Jahr; zudem wird die Stadt einen Budgetüberschuß von 86 Millionen Schilling erwirtschaften - und: In keinem Ressort wird es Einsparungen geben, erklärte Finanzstadtrat Sepp Rieder (SP).
Wir sind baff: Was Wien hier schafft, ist die Quadratur des Kreises. Weniger Ausgaben, aber keine Einsparungen!? Alle Finanzminister Europas, die in ihren Staatshaushalten mit den Maastricht-Kriterien kämpfen, werden sich wohl Ende November zu Rieders Budgetrede im Rathaus einfinden. Spätestens dann muß der Finanzstadtrat die genauen Zahlen vorlegen, die derzeit noch als Stadt-Geheimnis gehandelt werden. Hoffen wir im Interesse unser Geldbörseln, daß dann das Zauber-Budget nicht wie ein Kartenhaus zusammenbricht. Wetten werden angenommen: Die SPÖ wird diese Hoffnungen nicht erfüllen können.