Eishockey. Die Black Wings sind in Linz Gesprächsthema Nr. 1, die Halle ist stets prall gefüllt. Auch dank zweier Angriffslinien, die Abwehrblöcke schwindlig spielen.
LINZ/WIEN (dat). Während sich bei den Capitals die Blicke auf den Einsatz des Ex-Internationalen Manfred Mühr (133 Länderspiele) richten, der auch Sonntag gegen Lustenau (18) für Schwung in der Offensive sorgen soll, lehren die Linzer Black Wings in der Uniqa-Eishockeyliga auch KAC und VSV das Fürchten. In Villach wurde nun der VSV 5:3 abgefertigt, Sonntag kommt Zell/See (18.15) in die Stahlstadt. "Wir haben zwei gleichwertige Angriffslinien", sieht Stürmer Christian Perthaler ausschlaggebende Vorteile, "wechseln alle 30 bis 60 Sekunden. Es funktioniert, das Spiel wird schneller. Und - beide Blöcke treffen!"
Doch Perthaler, der KAC den Rücken kehrte, um sich in Linz einer neuen Herausforderung zu stellen, schwärmte nicht nur über das "lässige Spiel" mit Routiniers wie Rick Nasheim (38) oder Gerhard Puschnik (35), auch Youngsters wie die Lukas-Brüder Robert und Phillip würden mithelfen, damit Linz zum ersten Mal den Titel holen könnte. Denn "die Euphorie unter den Zuschauern" wäre einzigartig. "Alle Heimspiele sind ausverkauft, die ganze Partie über ist wirklich Stimmung auf den Rängen!" Perthaler, 31, der zwar nach einer Verletzung "noch nicht in Hochform ist", aber hart daran arbeitet (3 Tore), wird auch auf offener Straße von Puck-Anhängern erkannt und angesprochen. Bestes Indiz dafür, daß sich die Linzer mit dem Team identifizieren. Und den "Wings" die Stange halten.
VSV - Linz 3:5 (1:2, 2:2, 0:1). - So: Innsbruck - VSV, KAC - Graz (je 18).