Andi Widhölzl nennt Familie als Kraft-Quelle. "I g'frei mi, daß' endlich losgeht!"
KUOPIO. Absprung-Power und extreme Schräglage machten Andi Widhölzl wieder zum Star. Das Vorjahrstief, begleitet vom Schock über den Unfalltod Lipburgers (Widhölzl saß hinten), potenziert mit dem WM-Flop, ist Schnee von gestern. Die sommerlichen "Kreuzschmerzen ließ er sich von Loipenarzt Müller austreiben. "Ich hatte einen harten Hintern", witzelt er. "Jetzt ist alles ok, i g'frei mi wie a Bua!"
Während die Familie den Quell seiner Kraft ("Ich genieße jede Minute mit den Kindern!") darstellt, kann er sich am Bakken frei entfalten. Auch das Verhältnis zu Trainer Innauer ist wieder intakt, Ungereimtheiten wurden ausgesprochen, Probleme abgeschüttelt. Springer sind feinfühlig, wären von Ski und Anzug sowie Umfeld abhängig. Blizzard achte auf Wünsche, stimme alles mit ihm ab. "Es dreht sich nur um mich", meint er händereibend. "Es hat vom ersten Sprung an paßt. Ich hab' net herumdoktern müssen wie voriges Jahr, da ist nix rauskommen!" Neuer Ski-Partner, alte Lockerheit. Widhölzl wirkte voll Tatendrang. Das "Hinterherhupfen" scheint vorbei. Mit seinen Zielen hält Swider nicht hinterm Berg, hofft auf eine gute Tournee und träumt von Olympia. Es wäre für ihn eine Frage der "Psyche, denn die muß passen. Wie jetzt!" Vom Potential, davon sind Innauer und er überzeugt. "Ich kann um Siege mitspringen!"