Eishockey. Innsbrucker gewannen Nebel- und Penalty-Thriller gegen Capitals.
WIEN (da-). Als der Puck beim entscheidenden Penalty Capitals-Goalie Cseh und die Torlinie passiert hatte, herrschte Stille in der Schultz-Halle. Die Innsbrucker stürmten das Eis, feierten den Finnen Arkiomaa, der die Nerven behalten und den 6:5-Sieg fixiert hatte. Über drei Stunden hatten beide Teams sich und dem Nebel (7 Spiel-Unterbrechungen) einen erbitterten Kampf geliefert, packendes Eishockey geboten. Und die Zuschauer dankten es ihren Helden, feierten die Capitals - trotz der gestoppten Siegesserie.
"Eishockey ist wie Poker", meint Innsbrucks Bollwerk Claus Dalpiaz, "nur macht's viel mehr Spaß!" An diesem Abend hatte er die besseren Karten und den Mut zum Bluff, der Schützen aus der Ruhe bringt. "Beim Penalty mußt du den Winkel verkürzen, dich dem Tempo des Angreifers anpassen, ihm entgegenkommen", feixt der Keeper. Ein Zucken genüge, um zu irritieren. Auch Routine ("Ich kenne viele Spieler und ihre Tricks!") oder schnelle Reflexe wären wichtig. "Jeden Schuß kannst nicht halten, den Haken von Pilloni habe ich zwar gesehen, aber hatte Pech." Zugleich lobte er auch die "Stimmung in Wien", denn ein Sieg in der Bundeshauptstadt habe enormen Wert. Obwohl der Preis hoch war - der Slowake Jendek brach sich den Knöchel . . .
Uniqa-Liga: Capitals - Innsbruck 5:6 (1:1, 2:2, 2:2, 0:0) n. P., Graz - Linz 1:2 (0:0, 1:0, 0:1, 0:0) n. P., KAC - Kapfenberg 9:2 (3:0, 4:1, 2:1), VSV - Lustenau 5:1 (3:0, 2:0, 0:1). - Heute: Zell/See - Capitals (19.30).