Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Grasser

Die Anklagebehörde prüft, ob Karl-Heinz Grasser in der BAWAG-Affäre durch seine Fragebogenaktion Amtsmissbrauch begangen haben könnte.

Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft bestätigte am Donnerstag gegenüber der "Zeit im Bild 1", dass Ermittlungen gegen den früheren Finanzminister Karl-Heinz Grasser aufgenommen wurden. Die Behörde reagiert damit auf eine Strafanzeige der SPÖ gegen Unbekannt.

Zuvor hatte das Nachrichtenmagazin "Format" auch von Ermittlungen gegen Beamte aus dem Finanzministerium, der Oesterreichischen Nationalbank (OeNB) und der Finanzmarktaufsicht (FMA) berichtet. Grasser könnte versucht haben, die Ermittlungen in der BAWAG-Affäre zu manipulieren. Konkret geht es um die Fragebögen, die Grasser im Zusammenhang mit der BAWAG-Affäre an die OeNB und die FMA verschickt hatte. Darin sollen auch "Zielvorgaben" formuliert gewesen sein, um Verbindungen zwischen BAWAG, SPÖ und ÖGB schaffen zu können. Grasser wies die Anschuldigungen zurück, die SPÖ ortete Missbrauch zu Wahlkampfzwecken.

(APA)


Dieser Browser wird nicht mehr unterstützt
Bitte wechseln Sie zu einem unterstützten Browser wie Chrome, Firefox, Safari oder Edge.