Rückblick: Aktien im Höhenflug: Beste Börsenwoche seit 2003

Übernahmespekulationen trieben die Kurse.

Zürich/New York (Bloomberg). Europäische und US-Aktien hatten in der Vorwoche ihren höchsten wöchentlichen Anstieg seit vier Jahren. So legte der quer über alle europäischen Börsen gehende Pan-European Dow Jones Stoxx 600 um 4,7 Prozent zu. In den USA konnte an der Wall Street der Dow Jones Industrial um 3,1 und der Standard & Poor's 500 um 3,5 Prozent zulegen. Grund dafür waren in Europa vor allem Übernahmespekulationen im Banken- und Automobilsektor. In den USA konnte die Entscheidung der US-Notenbank, die Leitzinsen ein sechstes Mal in Folge nicht anzuheben, die Kurse beflügeln.

„Autohersteller waren die Antreiber der Aktien-Rally in den vergangenen Monaten. Aufgrund der Fusions-Gerüchte und der wieder steigenden Gewinne werden sie das auch weiterhin sein“, meint Massimiliano Storti, Fonds-Manager bei MC Gestioni. So konnten die Aktien von VW in der Vorwoche um 13 Prozent zulegen, jene von DaimlerChrysler gar um 15 Prozent. Bei den Wolfsburgern sorgte der bevorstehende Aktienzukauf durch Porsche für Enthusiasmus an der Börse (siehe Artikel auf Seite 17). DaimlerChrysler profitierte von den Gerüchten um einen immer konkreter werdenden Verkauf von Chrysler. Als möglicher Käufer wurde erneut der Autozulieferer Magna genannt.

Bieterschlacht um ABN Amro?

Am Bankensektor sorgte wiederum der mögliche Verkauf von ABN Amro an Barclays für Furore. Die holländische Bank legte um 19 Prozent zu. Der Kurs könnte in Zukunft aber noch weiter steigen. Denn immer häufiger wird auch die US-Bank Citigroup als Interessent für ABN Amro genannt.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 26.03.2007)

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