Neue Euro-Scheine ab 2010

Neue Sicherheitsmerkmale sollen den Euro fälschungssicherer machen. Bargeld bleibt das häufigste Zahlungsmittel der Österreicher.

Die nächste Generation von Euro-Banknoten ist bereits in Vorbereitung: Eine neue Euro-Banknotenserie mit verbesserten und neuen Sicherheitsmerkmalen ist für das Jahr 2010 geplant. Die Motive und die Stückelung sollen unverändert bleiben, das Design werde angepasst, erklärte der Vize-Gouverneur der Oesterreichischen Nationalbank (OeNB), Wolfgang Duchatczek, am Dienstag bei einer Pressekonferenz zu "Fünf Jahre Eurobargeld in Österreich".

Um die Hälfte weniger Fälschungen

Am häufigsten gefälscht werde derzeit die 50-Euro-Banknote. Auch bei Euro-Münzen werde gefälscht. Die Gesamtzahl der aus dem Umlauf stammenden Fälschungen hat sich in Österreich von rund 13.000 im Jahr 2004 auf unter 6.000 Stück im Jahr 2006 mehr als halbiert. Um das Vertrauen in die Währung zu sichern, will die Nationalbank auch in Zukunft weiter in die Fälschungssicherheit des Bargelds investieren.

Bargeld ist in Österreich mit einem Transaktionsanteil von 86 Prozent das am weitesten verbreitete Zahlungsmittel. Die OeNB und ihre Tochtergesellschaften haben im Jahr 2006 in Österreich 1,2 Milliarden Banknoten und 1,7 Milliarden Münzen auf Umlauffähigkeit geprüft und für den Umlauf vorbereitet.

Mehr ausländische Scheine im Geldbörsel

Der Euro-Umlauf führt zu einem Nebeneinander von verschiedenen Münzen und Banknoten in den Geldbörsen: In der durchschnittlichen Geldbörse von Herrn und Frau Österreicher kommen 26 Prozent der Münzen aus dem Ausland. Bei den Banknoten stammen sogar 52 Prozent aus anderen Euro-Ländern.

11 Milliarden Banknoten im Umlauf

Der Euro-Umlauf ist im Jahr 2006 europaweit wertmäßig um 11,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Ende Dezember 2006 erreichte der Euro-Bargeldumlauf insgesamt rund 646 Mrd. Euro (11 Milliarden Stück Banknoten und 70 Milliarden Stück Münzen). Damit lag er wertmäßig bereits über jenem des Dollar mit 810 Mrd. Dollar (im Gegenwert von 610 Mrd. Euro).

Der Euro wird auch in den zentral-, ost- und südosteuropäischen EU-Mitgliedstaaten bereits zu einem erheblichen Teil für Bargeldhaltung, Ersparnishaltung und Kreditaufnahme verwendet. Ende 2006 hielten 30 Prozent der Tschechen und Slowaken, 25 Prozent der Kroaten und 7 Prozent der Ungarn Euro-Bargeld. (APA)

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