Wahre Härte.
Der Einstieg ist die wahre Härte: Über einen anschwellenden, verzerrten Noise-Teppich mault Sänger Alan Sparhawk die Zeilen „All soldiers, they're all gonna die, all the little babies, they're all gonna die“. Nach gut einer Minute beginnt ganz hinten das Schlagzeug zu pochen. Dann ein paar Gitarrenakkorde, finale Beats. Man muss die seit bald 15 Jahren aktive Formation aus Minnesota nicht kennen, um sofort zu wissen: Von der Sonne sind Low nicht geküsst. Ihr neues Album handelt von Krieg, Tod und Hass. Einmal mehr schrammen die Songs nur knapp am Stillstand vorbei, sind kurz davor, in sich zusammenzustürzen. Und beziehen genau daraus ihre Kraft. Am schönsten ist dieser spartanische Hinterhofblues, wenn sich die majestätische Orgel über all das Elend legt, wie beim gespenstischen „Breaker“ oder bei „Violent Past“. Unter die Haut geht er immer.