Dieser Browser wird nicht mehr unterstützt

Bitte wechseln Sie zu einem unterstützten Browser wie Chrome, Firefox, Safari oder Edge.

Umfrage: Worauf Österreicher stolz sind

Neutralität, Lebensart und gute Küche sind den Österreichern wichtig. Doch der ganze Stolz ist unsere schöne Landschaft. Absteiger sind Skirennläufer und die Lipizzaner.

Die Neutralität, die eigene Lebensart, die heimische Küche und berühmte Musiker haben in den vergangenen drei Jahrzehnten für die Österreicher am meisten an Bedeutung gewonnen. Das geht aus einer aktuellen Studie des Linzer Meinungsforschungsinstituts IMAS hervor. Größter Stolz der Österreicher sind aber nach wie vor die Naturschönheiten ihres Landes.

53 Prozent sind auf die Natur stolz

IMAS ließ zwischen 19. Februar und 8. März 1.000 repräsentativ für die Bevölkerung über 16 Jahre ausgesuchte Personen anhand einer Liste auswählen, worauf sie besonders stolz sind. Die Ergebnisse wurden mit Daten aus dem Jahr 1975 verglichen. Das Fazit der Meinungsforscher: Merkmale, die das Land nach außen abgrenzen, seien als Gegenbewegung zu den "nivellierenden Tendenzen in Europa" aufgewertet worden.

Ihre Position als Spitzenreiter in der allgemeinen Wertschätzung konnten die landschaftlichen Schönheiten erfolgreich verteidigen, auf sie sind nach wie vor 53 Prozent (1975: 55 Prozent) besonders stolz. Auch den berühmten Musikern gelang es, ihren zweiten Platz von 1975 zu halten und sogar an Beliebtheit zulegen (von 31 auf 39 Prozent).

Skirennläufer verlieren

Dieses Kunststück ist den in den 70er Jahren ex aequo auf Platz zwei gelegenen Skirennläufern nicht geglückt. Erreichten Franz Klammer, Annemarie Moser-Pröll und ihre Kollegen damals noch 31 Prozent, holten Benni Raich, Renate Götschl & Co. nur mehr 24. Überholt wurden die Meister der schnellen Brettln damit von der Neutralität: Sie verbesserte sich von 25 auf satte 35 Prozent.

Lebensart und gutes Essen nehmen zu

Am deutlichsten an Wichtigkeit gewonnen hat die österreichische Lebensart, die sich von mageren neun auf 20 Prozent verbessern konnte. Stark an Gewicht zugelegt hat auch das gute Essen (von 13 auf 23 Prozent). Größter Verlierer unter den angebotenen Begriffen ist die Spanische Hofreitschule. Bekundeten 1975 noch 22 Prozent ihren Stolz auf diese Touristenattraktion, waren es heuer nur noch zehn Prozent.

Ältere Menschen schätzen kulturelle Wahrzeichen

Während klassische kulturelle Wahrzeichen wie die Staatsoper, die Salzburger Festspiele oder die Wiener Sängerknaben eher bei der älteren Generation punkten konnten, sind überdurchschnittlich viele junge Leute auf die österreichische Lebensart oder auf die Skirennläufer stolz. Die Neutralität wurde am häufigsten von Leuten mittleren Alters genannt und wird im Osten mehr geschätzt als im Westen. (APA)