Kabine, ein neuer Standort für zwei Jungdesignerinnen.
Wenn ein temporärer Weihnachtsmarkt erfolgreich ist, liegt eine Fortsetzung auf der Hand. Das dachten auch Karin Krank und Ulrike „Biene“ Janitschek, die im vergangenen Advent ihr Designatelier in der Glockengasse öffneten und als „Glockenmarkt“ zu einem „Ab Hof“-Verkauf für junge Künstler umwandelten.
Nach dem Weihnachtsgeschäft begannen die Überlegungen, das erfolgreiche Modell zu einer Dauereinrichtung zu machen. Und nur wenige Wochen später suchten die beiden Designerinnen schon ein neues Lokal, das etwas weniger Atelier und dafür etwas mehr Geschäft sein soll – sogar mit fixen Öffnungszeiten.
Und nur einige Schritte von ihrem alten Standort in der Leopoldstadt entfernt fanden sie das passende Lokal. Seit Anfang Mai residieren die beiden auf zwei Etagen in einem ehemaligen Afro-Haar-Shop in der Karmelitergasse. Der Name für den Shop war auch schnell gefunden – aus „Karin“ und „Biene“ wurde einfach „Kabine“ gemacht.
Das Sortiment im neuen Laden ist wie schon im Glockenmarkt bunt gemischt. Zum einen werden Artikel aus dem deutschen OK-Versand vertrieben, zum anderen bietet man eine Plattform für junge Designer. Zur Zeit gibt es etwa schräge Stücke von Ansteckern bis zu Bettwäsche von „Miss Geschick und Lady Lapsus“ aus Hamburg. Alle sechs bis acht Wochen soll ein neuer Designer zum Zug kommen.
Aufbruch im Karmeliterviertel
Schließlich vertreiben die Geschäftsinhaberinnen auch ihre eigenen Artikel. Krank zeigt ihre Frühjahrskollektion, Janitschek ihre mit legendären Sprüchen bedruckten „Lesestoff“-T-Shirts. Und spätestens in der Vorweihnachtszeit wird man sehen, wie sich das Konzept entwickelt hat, denn einen Weihnachtsmarkt wird es heuer wieder geben. Auch, wenn man jetzt sesshaft ist.
Inline Flex[Faktbox] KABINE("Die Presse", Print-Ausgabe, 10.05.2007)