Björk: "Volta"

Wanderlust.

Auf ihrem 2004er Werk „Medulla“ beschränkte sich Björk selbst: auf menschliche Stimmen, gesamplet, geschichtet, vervielfacht. Schon zuvor waren ihre Arbeiten sehr fokussiert, in sich geschlossen. „Volta“, ihr sechstes Studioalbum, weist hingegen in viele Richtungen: Vom hochinfektiösen, hochrythmischen Schuhkarton-Rappeln mit Über-Produzent Timbaland, über ein berührendes Liebesduett mit Antony von Antony & The Johnsons, hin zum unwirschen Techno-Punk-Stampfer mit Langzeitpartner Mark Bell. Dazwischen chinesische Zupfinstrumente, afrikanische Percussions, eine isländische Damen-Brass-Kapelle, japanische Nebelhörner. „Wanderlust“ heißt ein zentrales Stück, und so klingt „Volta“ auch: wie ein lustvolles Wandern durch musikalische Welten, zusammengehalten von Björks Stimme. Denn wenn sie singt, fühlt man sich stets heimisch. Da stört es kaum, dass „Volta“ die große Vision seiner Vorgänger fehlt.


 (One Little Indian / Universal)

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