ÖAK. 85.216 "Presse"-Exemplare täglich verkauft.
Das erste Quartal 2007 war ein gutes – für Österreichs Zeitungen generell. Und für die „Presse“ im besonderen, wie die druckfrischen Zahlen der Auflagenkontrolle (ÖAK) für das erste Quartal 2007 zeigen: Noch nie wurden so viele „Presse“-Exemplare verkauft – 85.216 Stück täglich im Gesamtverkauf, um 7466 (oder 9,6%) mehr als im 1. Quartal des Vorjahres. Damit hat die „Presse“ ausgerechnet in Zeiten international sinkender Zeitungsauflagen den Verkaufsrekord ihrer 159-jährigen Geschichte eingefahren.
Auch die Zahl der Einzel-Abos ist deutlich gestiegen: um knapp 6000 auf 63.245 (+10,4%). Das Durchschnittsalter der Neuabonnenten sinkt weiter: 2006 war die Hälfte jünger als 35 Jahre, berichtet Thomas Kreuzer, Leiter des „Presse“-Lesermarketings. Für ihn sind die steigenden Abo-Zahlen ein „Beweis, dass im Zeitungsmarkt nicht Masse, sondern Qualität gefragt ist“. Stärkster „Presse“-Tag ist der Samstag, an dem 163.080 Exemplare ihren Weg zum Leser finden.
Mit Ausnahme von „Tiroler Tageszeitung“ und „Vorarlberger Nachrichten“, die geringfügige Auflagenverluste hatten, konnten alle Tageszeitungen zulegen (siehe Grafik). Allerdings haben die Mediaprint-Titel „Kronen Zeitung“, „Kurier“ und „TV-Woche“ erstmals keine Daten an die ÖAK gemeldet. Für „Österreich“, das erst im September startete, gibt es noch keine Vergleichszahlen. 159.306 Stück verkaufte das Fellner-Blatt gesamt. Fast so viele Exemplare werden unentgeltlich verbreitet. Der weitaus größte Teil der „Österreich“-Abos (43.414 von 60.896) ist vergünstigt und erzielt zwischen 51 und 99% des Abo-Preises. Fast die Hälfte des Einzelverkaufs (28.186 von 58.702 Stück) wird über erhebliche Preisnachlässe verkauft und erzielt nur zwischen 30 und 50% des regulären Verkaufspreises.
Bei den Wochenzeitungen konnte lediglich die „Furche“ punkten: plus 790 auf 15.262 verkaufte Exemplare. Das TV-Magazin „Tele“ erzielte 1,45 Millionen Stück.
("Die Presse", Print-Ausgabe, 25.05.2007)