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Tiefpunkt: Österreicher mit ihrem Einkommen unzufrieden

(c) Die Presse (Clemens Fabry)
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Die Zufriedenheit ist auf den niedrigsten Wert seit zehn Jahren gesunken. Die Zufriedenheit mit dem Arbeitsklima hat auf der anderen Seite allerdings einen Höchststand erreicht.

Der heimische Arbeitsklima-Index, der die Zufriedenheit mit der engeren Arbeitsumgebung misst, hat den bisher höchsten Stand seiner zehnjährigen Geschichte erreicht. Die Zufriedenheit mit dem Einkommen der Arbeitnehmer ist aber auf den niedrigsten Wert seit 1997 gesunken, gaben am Freitag die Arbeiterkammer Oberösterreich (AK OÖ) und die Institute SORA und IFES bekannt.

Wirtschaftsaufschwung nimmt Arbeitnehmer nicht mit 

Die Arbeitnehmer spüren, dass sie am Wirtschaftsaufschwung nicht angemessen teilhaben, mutmaßt die Arbeiterkammer. So würden jetzt nur 49 Prozent angeben, mit ihrem Einkommen vollkommen das Auslangen zu finden. Im Frühjahr 2001 waren es etwa noch 56 Prozent gewesen.

Aufwärtstrend beim Arbeitsklima 

Zum Aufwärtstrend beim Arbeitsklima beigetragen hat eine geringere Belastung durch psychischen und physischen Stress. Die wirtschaftliche Aufwärtsentwicklung nehme anscheinend ein wenig Druck von den Dienstnehmern, meinte AK-OÖ-Vizepräsident Reinhold Entholzer in einem Pressegespräch in Wien. Auch die Angst, den Arbeitsplatz zu verlieren, dürfte angesichts voller Auftragsbücher und dem von den Unternehmen geäußerten Wunsch nach neuem Personal zurückgegangen sein.

Gute Stimmung in Großbetrieben 

Vom Aufwärtstrend des Arbeitsklimas profitieren aber nicht alle Beschäftigten: Ein deutlicher Trend nach oben sei nur in größeren Betrieben festzustellen. Schlecht- oder minderqualifizierte Beschäftigte würden ihre Situation derzeit wesentlich besser bewerten als noch im Vorjahr. Ursache: Auch für Unqualifizierte gebe es wieder etwas mehr Job-Angebote, da die Nachfrage auch nach ungelernten Kräften in den vergangenen Monaten angestiegen sei. In einer wirtschaftlichen Krise könne sich dies aber wieder verschlechtern. (APA/Red.)