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Paris Hilton: "Das härteste, was ich je erlebt habe"

Paris Hilton im Polizeiauto auf dem Weg zur Anhörung.
Reuters
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Die 26-Jährige will ihre Gefängnisstrafe nicht mehr anfechten und möchte aus der Erfahrung lernen.

Hotelerbin Paris Hilton will ihre Gefängnisstrafe nicht mehr anfechten. Dies sagte sie ihren Anwälten. Hilton muss nun noch gut zwei Wochen hinter Gittern verbringen. "Im Gefängnis zu sein ist das härteste, was ich je erlebt habe", hieß es in einer Erklärung der 26-Jährigen. In den vergangenen Tagen habe sie viel Zeit gehabt nachzudenken. "Ich glaube, dass ich aus dieser Erfahrung lerne und daran wachse." Sie sei jedoch geschockt über die Aufmerksamkeit, die ihr Fall in Medien und Öffentlichkeit erhalten habe.  

Der Gerichtstermin von Paris Hilton geriet am Freitag zu einem Medienspektakel. Einen Tag nach ihrer vorzeitigen Entlassung aus dem Gefängnis musste die 26-Jährige erneut vor den Richter treten - gefesselt in Handschellen. Hilton sollte Richter Michael Sauer persönlich über ihre gesundheitlichen Probleme berichten, die zu der Entlassung nach nur drei Tagen im Frauengefängnis in Lynwood geführt hatten.

Den Rest ihrer maximal 45-tägigen Haftstrafe sollte Hilton laut einer Regelung des Sheriff-Büros mit elektronischen Fußfesseln in ihrer Villa verbringen. Sauer überstimmte die Entscheidung, Paris Hilton musste wieder zurück ins Gefängnis. Dem Richter seien nie Hinweise auf eine Krankheit vorgelegt worden, berichtete der Nachrichtensender CNN. Die 26-Jährige brach nach der Entscheidung in Tränen aus und rief: "Das ist nicht richtig!"

Hilton ist nach ihrer Rückkehr ins Gefängnis auf die Krankenstation gebracht worden. Die 26-Jährige werde dort wegen psychischer Probleme behandelt, sagte der Sheriff von Los Angeles County, Lee Baca. Er wies Vorwürfe zurück, das Party-Girl sei bevorzugt behandelt worden. Da wegen überfüllter Gefängnisse viele Verurteilte mit ähnlichen Strafen vorzeitig nach Hause geschickt würden, müsse Hilton sogar mehr Zeit als die meisten anderen im Gefängnis verbringen.

Himmelschreiende Ungerechtigkeit 

Staatsanwalt Rocky Delgadillo hatte empört über die vorzeitige Entlassung von Hilton reagiert: "Wir können kein zweistufiges Gefängnissystem tolerieren, in dem die Reichen und Mächtigen bevorzugt behandelt werden", zitierte "TMZ.com" den zuständigen Staatsanwalt Rocky Delgadillo. Bürgerrechtler Reverend Al Sharpton wies Hiltons Entlassung in einem CNN-Interview als "himmelschreiende Ungerechtigkeit" zurück. Sharpton sprach von Doppelmoral. Andere Häftlinge müssten trotz Diabetes, Krebs und Herzkrankheiten hinter Gittern bleiben, hieß es von Fernsehkommentatoren.  (Ag.)