OeNB-Vize-Gouverneur Duchatczek über neue Arbeitsweisen.
Wien (mes). „In den vergangenen 30 Jahren haben wir einen großen Sprung nach vorne gemacht“, sagte Wolfgang Duchatczek, Vize-Gouverneur der Österreichischen Nationalbank, im Rahmen des MC Network, einer Veranstaltungsreihe in Kooperation von Managementclub und „Presse“-KarriereLounge. „Wir haben uns von einer bürokratischen Behörde zu einem dynamischen Unternehmen entwickelt.“
Auch weil sich die Umwelt geändert hat, vor allem durch die EU, ist die OeNB von einer nationalen zu einer europäischen Institution geworden. Wie macht sich die neue Arbeitsweise bemerkbar? Die Mitarbeiter müssen nicht nur öfter ins Flugzeug als früher. Duchatczek: „In den 1970er Jahren waren wir international nirgends institutionell eingebunden.“ Früher hätte zudem die Einhaltung von Formvorschriften eine große Bedeutung gehabt. „Das war eine Welt von Verordnungen. Heute kann man nur über inhaltliche Zielvorgaben führen. Jede Hierarchieebene sollte dann den Freiraum haben, um auf ihre Art einen Beitrag zur Erreichung der Ziele zu leisten.“
("Die Presse", Print-Ausgabe, 23.06.2007)