Deutschland: Regierung will deutsche Firmen schützen

Ein neues Gremium soll die Übernahme „strategisch wichtiger“ Unternehmen verhindern.

BERLIN (red.). Die deutsche Regierung plant die Errichtung eines Komitees oder gar einer eigenen Behörde, die alle jene Fälle überprüfen soll, in denen staatliche ausländische Investmentgesellschaften „strategisch wichtige“ deutsche Unternehmen kaufen wollen. Das berichtet die „Financial Times“ unter Bezugnahme auf ungenannte Quellen aus der Regierung in Berlin.

Die Investmentbank Morgan Stanley schätzt, dass allein die Fonds von China, Russland und den Golfstaaten gemeinsam 2500 Mrd. Dollar (1900 Mrd. Euro) zur Verfügung haben. Aktueller Hintergrund dieses Plans der deutschen Regierung dürfte sein, dass russische Investoren erst kürzlich bei ihr wegen des restlichen Staatsanteils an der Deutschen Telekom nachgefragt haben. Zudem hat die Investmentgesellschaft des Arabischen Emirats Dubai 2,2 Prozent der Deutschen Bank übernommen.

In den USA gibt es so ein Investment-Komitee bereits. Das „US Committee on Foreign Investment“ kann dem US-Präsidenten raten, sein Veto gegen ausländische Investitionen einzulegen, so diese die nationale Sicherheit zu gefährden drohen.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 27.06.2007)

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