Statistik Austria: Zuwanderung nimmt ab

APA (Schlager)

Rückläufig ist vor allem die Zuwanderung aus Nicht-EU-Staaten. Weiterhin kommen besonders viele Deutsche nach Österreich. Das geht aus den Daten der Statistik Austria für 2006 hervor.

Die Zuwanderung nach Österreich war im vergangenen Jahr rückläufig. Trotzdem kommen weiter mehr Personen ins Land, als es verlassen. Das geht aus den Daten der Statistik Austria für das Jahr 2006 hervor. Vor allem Deutsche streben weiter in Richtung Österreich, von den neuen EU-Ländern gibt es nur seitens der Polen eine stärkere Wanderbewegung in Richtung der heimischen Grenzen.

Geringstes Plus seit 2000

In absoluten Zahlen beträgt das Wanderungssaldo plus 27.477 Personen. Das ist der geringste Wert seit dem Jahr 2000 und ein Rückgang der Netto-Zuwanderung im Vergleich zum Vorjahr um 44 Prozent. 2005 waren 49.172 Personen mehr nach Österreich gekommen, als den umgekehrten Weg beschritten hatten.

Deutlich weniger Nicht-EU-Bürger 

Dass die Zahl der Zuwanderungen im Vorjahr stark zurückgegangen ist, liegt vor allem an den Nicht-EU-Bürgern, die in deutlich geringerer Zahl nach Österreich gekommen sind. Prägnantestes Beispiel: Aus der Türkei gab es 2005 ein Wanderungsplus von 5.004 Personen, im Vorjahr lag es nur noch bei 1.949.

Starker Zustrom aus "alten" EU-Staaten 

Relativ am stärksten ist der Zustrom aus den "alten" EU-Staaten. Hier gab es zwischen 2005 und 2006 nur einen geringen Rückgang (von +12.033 auf 11.320). Vor allem die Deutschen strömen unverändert ins Land. Die Netto-Zuwanderung lag bei 9.076 Personen und damit nur knapp unter dem 2005er-Wert. An zweiter Stelle folgen die Polen, erst dahinter kommen die klassischen Gastarbeiter-Länder Serbien (noch mit Montenegro zusammengerechnet) und Türkei.

Anziehungspunkt Nummer eins für Ausländer ist unverändert Wien. 27.883 "Wegzügen" stehen 40.048 Zuzüge gegenüber. Damit entfallen 44 Prozent des Wanderungssaldos auf die Bundeshauptstadt.

(APA)