Beamte: FH-Absolventen Akademikern gleichgestellt

APA (Artinger)

Mit der Zuerkennung der so genannten "A-Wertigkeit" sind Absolventen von Fachhochschulen künftig jenen von Universitäten im öffentlichen Dienst gleichgestellt. Wissenschaftsminister Johannes Hahn (ÖVP) sprach auch von einer "Signalwirkung für die Wirtschaft", die sich oft an der Besoldungsstruktur der öffentlichen Hand orientiere.

Künftig sind alle Absolventen eines Master- oder Diplomstudiums einer FH "A-wertig". Ausgenommen sind de facto nur Absolventen der Militärakademie in Wiener Neustadt, wenn sie im Heeresdienst bleiben. Hahn schätzte die Zahl der Betroffenen auf rund 50.000 Personen - die derzeit rund 28.000 FH-Studenten sowie die bisher 22.000 Absolventen.

Dies bedeutet allerdings nicht, dass die Posten von derzeit auf B-Stellen sitzenden FH-Absolventen automatisch "upgegradet" werden. In Zukunft können sie sich aber für A-Posten bewerben - bisher wurden sie auf Grund der mangelnden Voraussetzungen bereits im Vorhinein ausgeschieden.

Bachelor-Absolventen sind dagegen nach wie vor nicht A-wertig. Dies gilt sowohl für die Universitäten als auch für die FH. Hahn will dieses Thema über ein künftiges Bundesmitarbeitergesetz regeln. Dabei soll für die Entlohnung nicht der formale Abschluss die Grundlage sein, sondern die Stellenbeschreibung.

Derzeit studieren rund 28.000 Personen an den knapp 200 FH-Studiengängen. Bis 2010 soll diese Zahl laut Entwicklungsplan auf 33.000 ansteigen. Der Bund gibt heuer dafür rund 181 Mio. Euro aus, im kommenden Jahr werden es auf Grund der wachsenden Studentenzahlen ca. 188 Mio. Euro sein. Der Frauenanteil liegt derzeit bei 38 Prozent. Eine bundesweite Studentenvertretung gibt es trotz jahrelanger Initiativen noch nicht - Hahn geht aber davon aus, dass noch in dieser Legislaturperiode die gesetzliche Basis dafür geschaffen wird.

(APA)