Eleganter Groove.
Der Wiener Klaus Waldeck ist Spezialist für gehobene Lifestyle-Soundtracks. Das bewies er zuletzt über zwei Alben mit Saint Privat und dessen leichtfüßigen, nostalgisch angehauchten Pop-Chansons. Und das beweist er nun mit seinem ersten Soloalbum seit sechs Jahren. Wieder inspirierte ihn Musik vergangener Tage: Swing und Jazz der 1920er und 1930er Jahre. Diese transferiert er mit dezent pulsierenden Beats und einer Prise Dub, seitjeher eine Lieblingsingredienz der Wiener Szene, in die Jetztzeit. Nicht unähnlich dem, was das Gotan Project mit und aus Tango machte: kühl groovend, elegant bis in die letzte Pore. Und mit tollen Vocals der Vorarlbergerin Zeebee. Nur gegen Ende geht der Reiz etwas verloren. Dennoch: „Ballroom Stories" hat das Zeug zur Konsensplatte des Sommers. Aus manchem Café tönt die Platte bereits, viele werden folgen. Qualitätsware, hochpoliert, aber nie seicht.