Mit "europäischem Fastfood" will der weltgrößte Burger-Produzent den alten Kontinent erobern. 2007 gibt McDonald's dafür 600 Mio. Euro aus.
Die US-Fastfood-Kette hat Europa zu ihrem Wachstumsmarkt der Zukunft erklärt. Allein heuer sind Investitionen von 600 Mio. Euro geplant. Damit gibt McDonald's 2007 genausoviel Geld in Europa aus wie auf dem Heimatmarkt - obwohl es auf dem Kontinent nur halb so viele Restaurants wie in den USA gibt.
Weg vom Hamburger-Image
"Zurzeit ist Europa die aufregendste Region für uns", sagte Unternehmenspräsident Ralph Alvarez der "Financial Times Deutschland". Mit den großen Investitionen will sich McDonald's am europäischen Markt vom Hamburger-Image lösen und stärker lokalen Essgewohnheiten zuwenden. "Wir sind zwar eine amerikanische Marke. Aber wir müssen europäischer werden", sagte Alvarez.
Das bedeutet für McDonald's eine stärkere Fokussierung auf lokale Essgewohnheiten aber auch eine Abkehr vom amerikanisch geprägten Design der Filialen.
Regionale Gerichte brachten die Wende
Bis vor wenigen Jahren hatte die Fastfood-Kette in Europa mit schleppenden Absätzen zu kämpfen. Zunehmendes Gesundheitsbewusstsein und lokale konkurrenz von Würstelstand und Kebab-Bude machten dem US-Konzern zu schaffen. Die Kehrtwende brachten regionale Gerichte wie Suppen oder Kaffeespezialitäten. Die jüngsten Zahlen sehen für den Burger-Brater schon weit erfreulicher aus: In den ersten sechs Monaten setzten die 6.400 McDonald's-Restaurants in Europa mit 3,05 Mrd. Euro mehr um als die 13.800 in den USA. (Ag./Red.)