Die US-Fastfood-Kette McDonald's richtet ihren Fokus auf Europa und will heuer auf dem Kontinent genauso viel investieren wie auf dem Heimatmarkt - obwohl es in Europa nur halb so viele Restaurants wie in den USA gibt. Bis zu 600 Millionen Euro seien für Investitionen in Europa vorgesehen - 40 Mio. Euro davon 2007 und 2008 in Österreich, 250 in Deutschland, sagte eine McDonald's-Sprecherin.
"Zurzeit ist Europa die aufregendste Region für uns", sagte Unternehmenspräsident Ralph Alvarez der "Financial Times Deutschland" (Dienstagsausgabe). Den Angaben zufolge wolle sich McDonald's auf dem europäischen Markt vom Hamburger-Image lösen und stärker lokalen Essgewohnheiten zuwenden. In Österreich habe man diesem Ziel bereits Rechnung getragen, so Taussig mit Verweis auf die "Servus Österreich-Wochen" anlässlich des 30-jährigen Jubiläums und der Wiedereinführung der Shaking Salads.
Neben den Speisen werde sich - wie Österreich-Chef David Newman bereits zu Jahresbeginn ankündigte - in Zukunft auch das Design der europäischen Filialen stärker von der US-Optik unterscheiden. In dieses "Remodeling" fließe auch der Großteil der Investitionen in Österreich. Ziel sei es, bis 2011 alle 162 Restaurants hierzulande umzugestalten. An Neueröffnungen habe es heuer zwei gegeben, 2008 seien zwei bis vier neue Standorte geplant. Ein McDonald's wurde heuer zugesperrt.
Vor allem in Europa hatte der Konzern den Angaben zufolge bis vor ein paar Jahren mit schleppenden Absätzen zu kämpfen. Ihm habe das zunehmende Gesundheitsbewusstsein zu schaffen gebracht. Die Kehrtwende hätten regionale Gerichte wie Suppen oder Kaffeespezialitäten gebracht. Außerdem will McDonald's weitere lokale Partnerschaften schließen.
(APA)