Michael Fakesch: „Dos“

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Prinz aus Rosenheim

Mit der Eröffnungsnummer „Escalate“ fährt Michael Fakesch sein neues Album gleich ordentlich hoch: purer, nackter Funk, dessen mächtiger Bass direkt ins Mark dringt. Unweigerlich. Mit der digitalen Schärfe, die Fakesch bereits als eine Hälfte des verblichenen Elektronikduos Funkstörung zur Meisterschaft brachte. Im Zentrum der Tracks, die der weitgereiste 32-Jährige daheim im bayerischen Rosenheim produziert hat, steht der Rhythmus: unheimliche Bässe, sexy stolpernde Beats, auf denen Melodiefetzen tanzen, quietschen, springen. Und über denen die herrliche Stimme von Taprikk Sweezeen, oft im Falsett, thront. Das Ergebnis ist nicht selten ein höllischer Groove, wie bei „Complicated“ oder „Left“, dreckig wummernd und tanzbar. Dann wieder ruhige, fast schwelgende Momente. So klingt „Dos“ wie eine Platte, wie sie wohl auch Prince gern im 21. Jahr­hundert gemacht hätte.

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