ÖAK: „Presse“-Verkauf im Höhenflug

(c) Die Presse (Clemens Fabry)
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Auflagenkontrolle. 84.425 Käufer täglich – damit fuhr die „Presse“ laut ÖAK im 2.Quartal2007 das zweitbeste Ergebnis ihrer Geschichte ein.

Keine der heimischen Tageszeitungen konnte von Juli 2006 bis Juni 2007 so viele neue Käufer gewinnen wie die „Presse“: Mit einem Plus von 6152 Stück stieg der Verkauf auf 84.425 Exemplare im Schnitt des 2. Quartals des heurigen Jahres – das ist ein Zuwachs um 7,9Prozent und markiert das zweitbeste Verkaufsergebnis in der Geschichte der Zeitung. Eine positive Entwicklung, die, wie die aktuelle ÖAK (Österreichische Auflagenkontrolle) zum 2. Quartal 2007 zeigt, nicht selbstverständlich ist: So verlor etwa der „Standard“ im Verkauf (minus 73 Stück auf 75.973), auch bei den Abonnements konnte er mit einem Plus um 113 Stück nur mäßig zulegen (auf 57.813); zum Vergleich: Die „Presse“ steigerte die Zahl ihrer Abos um 5489 Stück auf 62.330, wobei die „Presse“ mit dem von ihr erhobenen Qualitätsanspruch laut Thomas Kreuzer, Leiter des „Presse“-Lesermarketings, „erfreulicherweise auch bei den jungen Lesern gefragt ist“.

Während etwa „OÖN“, „Tiroler Tageszeitung“ und „Vorarlberger Nachrichten“ Verkaufsverluste verzeichneten, haben andere – darunter die „Kleine Zeitung“, die „Salzburger Nachrichten“ und (prozentuell am stärksten) die „Neue Tirol“ zugelegt.

Für „Österreich“ kann man hingegen keinen Vergleich nach den Regeln der ÖAK anstellen, die nur Vergleiche im Jahresabstand zulässt: Das Blatt hat es vor einem Jahr noch nicht gegeben. Die 163.877 verkauften Exemplare der Fellner-Zeitung lagen aber etwas über den Werten aus den beiden vorhergehenden Quartalen.

„Krone“, „Kurier“ mit eigenen Daten

Keinen exakten Vergleich mit vergangenen Jahren gibt es auch für „Kronen Zeitung“ und „Kurier“. Die Mediaprint-Blätter haben – so wie die Titel der News-Gruppe – auch in diesem Quartal keine Meldung an die ÖAK gemacht (siehe nebenstehenden Artikel), ihre Halbjahresauflagen aber erstmals in einer eigenen „Medien-Auflagenkontrolle M.A.K.NEU“ veröffentlicht.

Die „Kronen Zeitung“ meldete dort im Halbjahresschnitt eine Verkaufsauflage von 829.731 Stück – und lag damit in ihrer eigenen Arithmetik hinter den Zahlen, die ihr die ÖAK im 1.Halbjahr2006 bescheinigte (849.330) – allerdings sind die Methoden verschieden, die beiden Auflagenkontrollen daher nicht vergleichbar. Ähnlich sieht die Entwicklung beim „Kurier“ aus: Laut M.A.K.NEU verkaufte er von Jänner bis Juni 166.087 Stück (ÖAK/1.HJ 2006: 169.055).

ÖAK VERSUS M.A.K.NEU

Die ÖAK erscheint vierteljährlich und weist die verkaufte und verbreitete Auflage aus. Die M.A.K.NEU wird zwei Mal im Jahr veröffentlicht. Die gravierendste Neuerung: keine verbreitete Auflage mehr.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 24.08.2007)

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