Ein neuer süßer Hot Spot

(c) Die Presse (Michaela Bruckberger)
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Shop. Das Schwarze Kameel hat seit kurzem eine eigene Patisserie, mit der man die Kompetenz für Süßwaren demonstrieren will.

WIEN.Die Gründerstimmung in der Stadt hält an, zumindest was Süßes und Schokolade betrifft. Denn vergangenen Freitag eröffnete das Schwarze Kameel eine eigene Patisserie. Auf elf Quadratmetern bietet Kameel-Chef Peter Friese nun Süßes in kleinen Portionen zum Mitnehmen an. Der Eröffnung war eine rund eineinhalbjährige Entwicklungsarbeit vorausgegangen, in der eigene Kreationen hervorgebracht wurden. „Der Schwerpunkt ist, dass wir alles auf leicht machen“, erzählt Friese, „also mit viel Frucht und Marmeladen.“

„Mehr Frucht als Fett“

Ein Ergebnis der Arbeit sind „Süße Gläser“, die schichtweise mit Früchten, Schokoladecreme oder Fruchtmousse befüllt sind. Das Dessert, das pro Glas um 4,50 Euro verkauft wird, wird Schicht um Schicht oder von unten gelöffelt. Eine weitere Kreation sind Makronen (Stück zu 0,95 Euro), ein leichtes Mandelgebäck, das mit einer dünnen Schicht Fruchtmarmelade gefüllt sind.

Daneben bietet Friese auch kleine Torten auf Fruchtbasis an, etwa Sachertorte mit Marillenröster. „Wichtig war uns, mehr mit Frucht als mit Fett zu arbeiten“, so der Chef des Hauses.

Und wenn es schon etwas fetter sein muss, dann macht man eben die Portionen besonders klein. So wie etwa bei den kleinen Creme- und Esterhazyschnitten und anderen Süßspeisen, die sogar noch etwas kleiner als „Petits Fours“ verkauft werden.

Mit der Neueröffnung will Friese zum einen die Wiener Patisseriekultur stärken, zum anderen stecken dahinter auch wirtschaftliche Überlegungen: Viele Menschen, die im Kameel Pikantes einkaufen, wüssten gar nicht, dass das Unternehmen auch Süßwaren herstellt. Um dieses Manko zu beseitigen, kaufte man die Räumlichkeiten neben dem Stammhaus und widmete sich ganz dem Süßen. Dass durch die Entwicklungsarbeit die Süßwarenkompetenz des Hauses gestärkt wird, ist da ein angenehmer Nebeneffekt.

Mit dem neuen Geschäft hat Wien nun eine weitere Adresse, an der sich alles um Süßigkeiten dreht. Erst im vergangenen Herbst hatte das Café Landtmann eine Patisserie in Liesing eröffnet. Und auch Konditor Eduard Fruth präsentierte im Vorjahr seine „Chocolaterie Patisserie au Marché“ in der Kettenbrückengasse.

Dass Wien in punkto Süßigkeiten stark im Kommen ist, wird sich spätestens bei der Choco Vienna 2007, der Messe für Schokolade zeigen. Von 5. bis 7. Oktober findet sie im Palais Niederösterreich in der Herrengasse statt.

ZUR PERSON

www.kameel.atPeter Friese betreibt das „Schwarze Kameel“, das zum einen Restaurant, zum anderen Imbiss, Feinkosthandlung und seit vergangener Woche auch Patisserie (1, Bognerg. 7.; ?533 81 25) ist. [Bruckberger]

("Die Presse", Print-Ausgabe, 27.08.2007)

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