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Umfrage: Ja zu Schwitzen statt Sitzen

(c) Die Presse (Clemens Fabry)
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Eine breite Mehrheit ist für ein Abarbeiten von bestimmten Haftstrafen.

Wien (APA). Die Österreicher zeigen Sympathie für Alternativen zu Haftstrafen. 87,5 Prozent der Österreicher meinen, dass „Arbeit statt Knast“ unter bestimmten Bedingungen zulässig sein soll, sofern es dadurch auch zu einer Entlastung der Steuerzahler kommt. Das ergab eine aktuelle Umfrage des Oekonsult-Instituts unter 1097 Personen.

Die Umfrage beschränkte sich dabei nicht auf den von Justizministerin Maria Berger gefassten Plan, wonach nur Ersatzfreiheitsstrafen abgearbeitet werden sollen. Stattdessen wurden auch einzelne Deliktgruppen abgefragt. So kann sich die Bevölkerung vor allem für „Schwitzen statt Sitzen“ bei Verwaltungsstrafen erwärmen (Zustimmung: 89,6 Prozent). Ähnlich hoch ist die Zahl der Befürworter des Modells bei Jugendstrafen (88,9 Prozent), Verkehrsstrafen (86,6 Prozent) oder Ladendiebstählen (72,7 Prozent) . Ganze acht Prozent können sich sogar vorstellen, dass Sexualstraftäter das Gefängnis durch gemeinnützige Dienste abwenden.


Ausländer schnell abschieben

Eine Mehrheit sprach sich in der Umfrage überdies für eine rasche Abschiebung krimineller Ausländer aus. So meinten 72,8 Prozent, dass diese Straftäter Österreich verlassen müssten, „statt hier dem Steuerzahler durch einen Gefängnisaufenthalt zur Last zu fallen.“

("Die Presse", Print-Ausgabe, 28.08.2007)