Hohe Strafe für stinkenden Tofu

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Vergorener Tofu ist in Taiwan eine Spezialität. Doch der unerträgliche Gestank wurde den Nachbarn zu viel und der Restaurantbesitzer musste zahlen.

Stinkender Tofu gilt in Südchina als Spezialität, von manchen geliebt, von vielen gehasst. Nicht so sehr wegen seines Geschmackes, sondern wegen des Geruchs, den der eingelegte Tofublock verströmt. Bewohner eines Viertels in Taipei hatten im wahrsten Sinne des Wortes jetzt die Nase voll.

Ein Gericht hat nun entschieden, dass der Besitzer des Kuang Tou Lao Tofu-Restaurants in einem Vorort von Taipei das Geruchs-Level bei weitem überschritten hat, und verhängte eine saftige Strafe.

3000 Dollar Strafe

Nachdem sich 16 Anwohner bei Gericht beschwert hatten, wurde der Geruchspegel vor dem Lokal gemessen. "Der Geruchspegel in der Luft war einfach zu hoch, und die Anwohner litten schon darunter", erklärte Huang Shun-hsiao, der zuständige Stadtbeamte. Der Besitzer des Open-Air-Lokals bekam eine Strafe von umgerechnet 3000 Dollar aufgebrummt.

Der Lokal-Besitzer protestierte zwar gegen die Strafe, die er als viel zu hoch für so ein kleines Geschäft empfand, gelobte aber Besserung und versprach, dass es künftig wieder besser riechen werde in dem Viertel. (Red.)

Stinkender Tofu

Stinkender Tofu ist ein Seidentofu, der mit einer besonderen Gemüse- und Fischlake behandelt wurde. Diese Tofu-Blöcke riechen sehr stark nach bestimmten scharfen Käsesorten und werden von vielen als „faulig“ beschrieben. Trotz seines starken Geruches werden das Aroma und das Mundgefühl von stinkendem Tofu von Anhängern, die ihn als wunderbar bezeichnen, geschätzt. Die Struktur dieses Tofus ist dem asiatischen Seidentofu, aus dem er hergestellt wird, ähnlich. Die Kruste, die der stinkende Tofu beim Braten entwickelt, soll angeblich besonders knusprig sein. Er wird gewöhnlich mit Sojasauce bzw. süßer und/oder scharfer Sauce serviert. (Wikipedia)

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