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Heftiger Regen: Steyr steht unter Wasser

(c) APA
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Auch entlang der Donau wurde Hochwasser-Alarm gegeben. Mehrere Flüsse und Bäche sind über die Ufer getreten. Der Papst-Besuch ist nicht gefährdet.

Die seit Mittwochnachmittag andauernden intensiven Regenfälle haben in Oberösterreich und Niederösterreich zu Überschwemmungen geführt. In der Innenstadt von Steyr stehen der Ortskai und der Ennskai unter Wasser. In Klosterneuburg in Niederösterreich trat die Donau über die Ufer, Lilienfeld wurde zum Katastrophengebiet erklärt. Die Wettersituation soll sich erst Freitagmittag bessern.

Ab einem Wasserstand von 3,20 Metern tritt die Enns über ihre Ufer. Der Pegelstand in Steyr betrug um 11.15 Uhr bereits 4,55 Meter, berichtete der Hydrographische Dienst zu Mittag. Neuere Messungen gebe es nicht, weil die Anzeige ausgefallen sei. Die Pegel steigen aber weiter. In der Innenstadt mussten der Ennskai und der Ortskai gesperrt werden. Wegen Überflutungen gesperrt wurde auch die Salzkammergut Bundesstraße zwischen Altmünster und Ebensee. In Oberösterreich waren insgesamt 600 Feuerwehrleute im Hochwassereinsatz.

Donau: Maximum am Freitag erwartet

Für die Donau in Niederösterreich ist Donnerstagmittag ein 20-jährliches Hochwasser prognostiziert worden. Der Pegelstand in Kienstock belief sich zu Mittag auf 6,12 Meter, für 22.00 Uhr wurden 7,60 Meter erwartet. Das Maximum, 9,50 Meter, sollte morgen, Freitag, Abend erreicht werden. Mit der Sperre der Bundesstraße durch die Wachau wurde gerechnet. Im Krems wurde mit der Installierung des mobilen Hochwasserschutzes begonnen.

Lilienfeld: Siedlung gefährdet

Die stärksten Auswirkungen der Niederschläge haben sich in Niederösterreich weiter auf das Voralpengebiet konzentriert, wo mehrere Flüsse und Bäche über die Ufer getreten sind. Blockiert war die Pielachtal-Bundesstraße zwischen Frankenfels und Kirchberg. Lilienfeld wurde zum Katastrophengebiet erklärt. Rund 100 Soldaten versuchen mit Sandsäcken die Siedlungen zu schützen. Auch im Bereich der Krankenhausbrücke wurde das Traisenufer mit Sandsackwällen abgesichert.

Sturm, Schnee, Starkregen

Im Bundesland Salzburg gab es mehrere kleinere Überschwemmungen. In elf der 119 Gemeinden standen die Feuerwehren im Einsatz, um überflutete Keller auszupumpen oder kleinere Muren zu beseitigen - unter anderem in Hinterglemm und Uttendorf im Pinzgau. In der Landeshauptstadt erreichte die Salzach am Vormittag einen Pegelstand von sechs Metern, womit die Meldegrenze erreicht wurde.

Hüfthoher Schnee

Sturm, Starkregen und in höheren Langen Schnee haben auch in Teilen der Steiermark zu Überflutungen, Vermurungen und Unterbrechungen von Straßenverbindungen und Stromanschlüssen gesorgt.  "Unsere Monteure müssen sich durch hüfthohen Schnee zu den Bruchstellen vorkämpfen", berichtete Urs Harnik-Lauris, Sprecher der Energie Steiermark, über einen Einsatz am Fuße des Dachsteins.

Schnee bereitete auch auf zahlreichen Passtraßen Probleme. Die Katschberg Bundesstraße wurde Donnerstag früh durch umgestürzte Bäume blockiert, die der Schneelast nicht stand gehalten und auf die Fahrbahn gestürzt waren. Auf der A10, der Tauernautobahn, in Salzburg blieben wegen dichtem Schneetreibens zahlreiche Autos hängen. Auf dem Zellerrain und dem Lahnsattel bei Mariazell galt Kettenpflicht für Schwerfahrzeuge.  

Papst-Besuch nicht gefährdet

Betroffen ist auch die Obersteiermark, im Mürztal sind erste Muren niedergegangen. Der Papst-Besuch am Wochenende dürfte allerdings nicht gefährdet sein, sagt Werner Svatik von der Freiwilligen Feuerwehr Mariazell gegenüber dem Radiosender Ö1: "Im Augenblick ist alles noch im grünen Bereich, es schaut so aus, wenn es nicht ärger wird, wird es keine Probleme geben."

Wien: Undichtes Dach am Südbahnhof

In Wien hat der heftige Regen Ampelausfälle verursacht. Am Wiener Südbahnhof ist es an mehreren Stellen zu Wassereinbrüchen gekommen. Passanten sprachen von undichten Stellen an der Decke. In der großen hohen Eingangshalle "prasselt das Wasser teilweise richtiggehend herunter", sagte eine Augenzeugin. Sie berichtete von vollen Kübeln unter den undichten Stellen und großen Lacken im Eingangsbereich.

Aussichten: Es regnet weiter
 

Während die Meterologen für den Westen und Süden Entwarnung geben, muss man vor allem östlich von Salzburg mit intensivem Regen rechnen. Der Freitag bringt besonders vormittags dem Norden und Osten noch Regen, der besonders zwischen dem Weinviertel und dem Südburgenland noch kräftig ausfallen kann. Sonst regnet es nur noch gelegentlich, die Sonne kommt aber meist nur im Süden und Westen zum Vorschein. Die Höchstwerte: 14 bis 20 Grad.

Freundlich am Wochenende

Am Samstag zeigt sich die Sonne schon etwas häufiger, vor allem im Süden sowie in Tirol und Vorarlberg ist es recht freundlich und weitgehend trocken. Noch besser schaut es dann am Sonntag aus. Da ziehen nur mehr im Norden dichtere Wolkenfelder durch. In den übrigen Landesteilen scheint häufig die Sonne und die Temperaturen steigen auf 16 bis 22 Grad. (Red./APA)