Das Herren-Endspiel der mit 19,653 Mio. Dollar dotierten US Open in New York heißt Roger Federer (SUI-1) gegen Novak Djokovic (SRB-3). Federer setzte sich gegen Nikolaj Dawidenko mit 7:5,6:1,7:5 durch und qualifizierte sich damit zum zehnten Mal en suite für ein Grand-Slam-Finale. Wien-Starter Djokovic schlug David Ferrer mit 6:4,6:4,6:3 und steht erstmals in einem Major-Endspiel.
Auch im zehnten Duell mit Dawidenko hieß der Sieger Federer. Der Russe, der die österreichische Staatsbürgerschaft anstrebt und seit einiger Zeit von Ronnie Leitgeb gemanagt wird, forderte Federer aber sehr. Ihm fehlte im dritten Satz nur noch ein Punkt zum Erreichen des vierten Durchgangs, doch der elffache Grand-Slam-Sieger Federer war bei den "big points" wieder der Stärkere.
"Es ist toll, dass ich hier wieder im Finale stehe", meinte Federer noch auf dem Court. Zum vierten Mal in Folge will er in Flushing Meadows im New Yorker Stadtteil Queens gewinnen, ein Kunststück, dass in der Profi-Tennis-Ära (seit 1968) noch niemand geschafft hat. Der fünffache Wimbledonsieger ist auch gegen Djokovic Favorit, obwohl er vor wenigen Wochen in Montreal seine bisher einzige Niederlage gegen den Serben in fünf Begegnungen erlitten hatte. Doch auf höchstem Turnierlevel kann Federer stets einen Gang zulegen.
Zuvor hatte sich Djokovic, der in der Wiener Stadthalle in wenigen Wochen bei der BA-CA-Trophy als Topstar zu Gast sein wird, erstmals für ein Major-Finale qualifiziert. Als erster Serbe in der Profi-Tennis-Ära überhaupt. "Es ist eine unglaubliche Leistung für mich aber auch für mein Land. Ich bin wirklich stolz, mein Land im Finale zu vertreten", freute sich der sympathische Djokovic. "Ich habe wirklich nervös begonnen. Ich hatte eine Menge schwierige Matches, viele Stunden auf dem Platz und keine Energie. Die Bedingungen waren extrem, es war so heiß", gestand der Serbe noch auf dem Platz den Zuschauern.
(APA)