Angestrebte CO2-Reduktion würde Spritkosten sparen

APA (Archiv/Ruesche/dpa)
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Die von der EU angestrebte Reduktion des CO2-Ausstoßes durch den Verkehr würde den europäischen Autofahrern künftig jährliche Spritkosten von rund 65 Mrd. Euro ersparen. Teuer wird es hingegen für die Industrie - und somit wohl auch für die Autokäufer. Mit den Vorgaben "könnten jährliche Kosten zwischen 11 und 18 Milliarden Euro auf die europäische Automobilindustrie zukommen", so eine Studie.

Durch die Kosten könnten sich die Gewinne der Autohersteller demnach um bis zu 18 Prozent gegenüber den aktuellen Erwartungen der Finanzmärkte für 2009 reduzieren, errechneten A.T. Kearney und Credit Suisse. Vor allem Massenhersteller im Segment Klein- und Mittelklassewagen wären vom derzeit diskutierten gewichtsbasierten Szenario besonders betroffen. Einige Fahrzeugsegmente könnten sogar in die Verlustzone rutschen.

Schlechte Noten gibt es für die selbst auferlegte Zurückhaltung der Branche. "Trotz einer signifikanten Reduzierung der CO2-Emission kann man davon ausgehen, dass die Selbstverpflichtung der European Automobile Manufacturers' Association (ACEA), bis 2008 den CO2-Ausstoß auf durchschnittliche 140 g/km zu reduzieren, nicht erreichen wird", heißt es in der Studie.

Unterdessen haben sich wenige Tage vor Beginn der Internationalen Automobil-Ausstellung (IAA) in Frankfurt am Main die zerstrittenen europäischen Autobauer offenbar auf ein gemeinsames Vorgehen gegen die EU-Klimaschutzpläne geeinigt. Damit droht ein heftiger Streit, denn die EU-Kommission will notfalls mit Sanktionen durchsetzen, dass die Hersteller den Ausstoß von Kohlenstoffdioxid bei Neuwagen bis 2012 auf 120 Gramm je Kilometer senken.

(APA)

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