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Waldbrände in Paraguay: Notstand ausgerufen

EPA (Andres Cristaldo)
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Das Land kämpft mit den schlimmsten Feuern in seiner Geschichte. Mehr als 100.000 Hektar Land wurden bereits zerstört.

In Paraguay kämpfen die Menschen gegen die schlimmsten Waldbrände in der Geschichte des verarmten südamerikanischen Landes. Die Regierung weitete den bisher für den Nordosten geltenden Notstand auf das gesamte Staatsgebiet aus. Die Flammen haben inzwischen mehr als 100.000 Hektar an Wald, Anbauflächen und Weideland zerstört. Etliche Bauernhöfe fielen den Bränden schon zum Opfer.

Von den Feuersbrünsten seien die nordöstlichen Verwaltungsgebiete San Pedro, Concepción, Amambay und Caaguazú betroffen, sagte Präsident Nicanor Duarte am Mittwoch. Zur Unterstützung der Feuerwehr soll demnach ein besonders leistungsfähiges russisches Löschflugzeug für umgerechnet 720.000 Euro gemietet werden. Die Regierung hatte zudem Argentinien und Chile um Hilfe bei der Brandbekämpfung gebeten.

Von Bauern selbst ausgelöst?

Präsident Nicanor Duarte Frutos kündigte finanzielle Unterstützung für die Anmietung eines russischen Wasser-Flugzeuges an, das im August erfolgreich bei der Bekämpfung der verheerenden Waldbrände in Griechenland im Einsatz war. Das Staatsoberhaupt war zuletzt kritisiert worden, auf die sich ausweitende Katastrophe zu spät reagiert zu haben. Laut den Behörden wurden die Brände von den Bauern selbst durch Brandrodung ausgelöst.

Die Brände waren wegen anhaltender Trockenheit ausgebrochen und zerstörten nicht nur Wälder, sondern griffen auch auf Naturschutzgebiete und Bauernhöfe über.

(Ag.)