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„Café Bawag“ ist bald Geschichte

Die beiden Kaffeehäuser werden verkauft und ändern den Namen.

WIEN. Das „Café Bawag“, das in der Tuchlauben und in Hietzing zwei Häuser hat, wird vermutlich bald Geschichte sein. Zumindest dessen Name. Der werde sich ändern, deutete der aktuelle Eigentümer Martin Lanczmann an.

Lanczmann hat gemeinsam mit seinem Bruder Richard nach dem Bawag-Skandal im Vorjahr die Kaffeehäuser gekauft. Die Cafés waren damals einer der ersten Verkäufe der Bank. Nun will sie Lanczmann weiterverkaufen. „Die Verkaufsgespräche sind weit fortgeschritten“, bestätigt er. Mit wem die Gespräche geführt werden, bleibt vorerst geheim. „Ein Gastronomiebetrieb“ soll es sein. Der werde kaum am Traditionsnamen Bawag festhalten, sagt Lanczmann.


Skandal schadet Café nicht mehr

Denn mit der Bank will man vermutlich nichts zu tun haben. Wegen des Bawag-Prozesses? „Nein, der schadet dem Café nicht mehr.“ Zu Beginn des Skandals war das anders gewesen. Wie die „Presse“ damals berichtete, war mit dem Bank-Desaster auch der Umsatz im Kaffeehaus stark zurückgegangen. Allerdings: „Das Café wird nicht unbedingt von Bank-Kunden besucht“, meint Lanczmann. In Hietzing wird das Bank-Gebäude derzeit umgebaut, das Kaffeehaus sperrt Mitte Jänner wieder auf. Inzwischen wurden einige der 24 Mitarbeiter abgebaut. Derzeit arbeiten noch etwa zehn in der Tuchlauben. Sie wolle er nicht verunsichern, sagt Lanczmann, der mit der Gastrokonzept Beteiligungs-GmbH an 40 Betrieben beteiligt ist, darunter mehrere Filialen der US-Kette Häagen-Dazs in Österreich und Cafés in Deutschland, Tschechien und der Slowakei. Gerüchte, wonach für das Café Bawag ein indischer Käufer vor der Tür stehe, dementiert er.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 20.09.2007)