profil: Vorerhebungen gegen Meinl, Grasser, Haider

APA (Archiv/Schlager)
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In der Meinl-Affäre hat die Staatsanwaltschaft Wien laut Nachrichtenmagazin "profil" sowohl gegen den Banker Julius Meinl als auch gegen Ex-Finanzminister Grasser und Ex-Verbund-Chef Hans Haider Vorerhebungen eingeleitet. Begründet werde das wegen des Verdachts der Untreue, des Betruges und der Täuschung - offenbar in Zusammenhang mit dem Börsegang von Meinl International Power (MIP), heißt es.

Haider und Grasser sind für die MIP tätig. Der Akt habe im Grauen Haus zu Wien höchste Priorität, schreibt das Magazin. Er sei dem erst jüngst bestellten Leiter der Wirtschaftsgruppe, Karl Schober, zugewiesen worden. "Wir nehmen die Sache sehr ernst", wird eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft zitiert. "Die Causa ist komplex, und wir haben es mit prominenten Namen zu tun. Es ist noch nicht entschieden, welche Schritte als Nächstes gesetzt werden."

Sollte sich die Staatsanwaltschaft aufgrund der Indizienlage zu Voruntersuchungen durchringen, wäre Meinls Ruf und in weiterer Folge seine Karriere als Bankier ernsthaft gefährdet, so das Magazin. "In Österreich kann jeder jeden anzeigen", lässt Julius Meinl laut "profil" ausrichten, "die Vorwürfe entbehren jeder Grundlage." Für alle Beteiligten gilt die Unschuldsvermutung.

In der Meinl-Affäre geht es unter anderem um umstrittene Aktienrückkäufe der Meinl European Land (MEL). Wie "profil" berichtet, hat die MEL ein Gutachten zur Mündelsicherheit der eigenen Aktien von der Homepage entfernt. Es stammt vom Generalrat der Oesterreichischen Nationalbank (OeNB), Philip Göth, Wiener Wirtschaftsprüfer, Gerichtssachverständiger und laut "profil" auch Vertrauter von Bankier Julius Meinl. Der Zweck sei die Bescheinigung der so genannten Mündelsicherheit von MEL-Papieren gewesen.

(APA)

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