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Britin belastet Marco W.: "Er hat mich vergewaltigt"

EPA
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Neue Aussagen der 13-jährigen Britin sollen den 17-Jährigen schwer belasten. Sie spricht angeblich von Vergewaltigung und will, dass Marco hart bestraft wird. Der Prozess gegen den Schüler wurde erneut vertagt.

"Ich ziehe meine Anzeige nicht zurück. Er hat mich gegen meinen Willen vergewaltigt. Ich will, dass er hart bestraft wird", zitiert die "Bild"-Zeitung eine Aussage der 13-jährige Britin Charlotte. Seit nunmehr fast einem halben Jahr sitzt der 17-jährige Deutsche Marco W. in Haft, weil er Charlotte missbraucht haben soll. Der Fall wird immer verworrener. Der Arzt, welcher Charlotte untersucht hat, nachdem sie die Marco W. in ihrem Hotelzimmer war, sagte aus, es habe keinen Geschlechtsverkehr gegeben.

Bei einer Befragung in Manchester am Donnerstag soll die 13-jährige Charlotte nun schwere Vorwürfe gegen den Realschüler aus dem niedersächsischen Uelzen erhoben haben, berichtete die "Bild"-Zeitung vorab aus ihrer Freitagsausgabe. Das bestätigte auch der türkische Anwalt des Mädchens: "Sie besteht darauf." Er will die Höchststrafe für den Deutschen fordern - 15 Jahre Haft, berichtet "Bild".

Prozess vertagt: Marco weiter in Haft

Am fünften Verhandlungstag wurde der Prozess erneut vertagt, da Charlottes Aussagen dem Gericht noch nicht vorliegen. Die Engländerin musste bei Gericht in Manchester ihre Aussage machen, die das Schwurgericht in Antalya angefordert hatte. Der Prozess soll am 26. Oktober fortgesetzt werden. Bis dahin bleibt Schüler in Haft.

Marcos türkischer Anwalt Mehmet Iplikcioglu will am Montag Einspruch gegen die Verlängerung der Untersuchungshaft einlegen. Er hält das Gericht zudem für befangen. Wenn dem Einspruch nicht stattgegeben wird, überlegt er, einen Befangeheitsantrag gegen das Gericht zu stellen.

Seit April im Gefängnis

Der Schüler Marco W. wurde am 12. April von den Eltern des Mädchens wegen angeblicher Vergewaltigung angezeigt und sitzt seitdem im Gefängnis in Antalya.
(Ag./Red.)