Tolles Debüt bei der Seve-Trophy. Laura Davies siegte in Wr. Neustadt.
WIEN (-tzg-). Noch ehe Markus Brier zum Single gegen Philip Archer abschlug, hatte er sich bei der Seve-Trophy in Killenard, Irland, einen Namen als Team-Player gemacht mit zwei Siegen, einem Remis und einer knappen Niederlage (Foursomes) mit Miguel-Angel Jimenez (Spa). „Markus“, so Bruder Andreas euphorisch, „hat sensationell gespielt, einmal drei Birdies en suite geschafft!“
Als Neuling und erster Österreicher, der je in ein großes Kontinentalteam berufen worden war, erwies sich der Betriebswirt als Golf-Ökonom von Format, der sich vor allem mit Partner Mikko Ilonen bestens verstand und optimal ergänzte. Kapitän Ballesteros zollte Respekt. „Super gemacht“, lobte der Spanier, Gründer der Trophy und mit 50 Turniersiegen Nr. 1 der ewigen Bestenliste. „Markus hat sich“, so der Bruder, „in die Auslage gestellt und rechte Licht gesetzt, was den Ryder-Cup betrifft!“ Und sich als Klassemann bestätigt, der die Nerven behält, Ruhe bewahrt und die Kunst des Möglichen beherrscht. Er ist die Verlässlichkeit in Person.
Auch bei den Uniqa Austrian Ladies Open in Föhrenwald war auf Rotweißrot mehr Verlass als je zuvor. Hatte 2006 nur Natascha Fink den Cut geschafft, so glückte es jetzt einem Quartett: Marina Kotnik wurde 31., Nicole Gergely und Stefanie Michl belegten Rang 39., Stefanie Endstrasser landete auf Platz 45. Den Sieg holte sich die Engländerin Laura Davies (200 Schläge) vor Titelverteidigerin Gustafsson (Sd, 204).
Michl hätte mit Glück weiter vorn sein können, „aber ich bin zufrieden, spiele viel besser als voriges Jahr beim 6. Platz im Tessin.“ Ob Tour-Karte oder Tour-School, sie macht sich keinen Stress. „Die Besten sind 30 und älter, ich erst 21. Ich gehe so schnell nicht in Pension!“ Und bleibt im Golf am Ball statt zweifelhaft-freizügige Pin-up-Angebote anzunehmen. „Für mich zählt nur der Sport!“
("Die Presse", Print-Ausgabe, 01.10.2007)