Daimler will Potsdamer-Platz-Immobilien abstoßen

Die Konzerne DaimlerChrysler und Sony stellen laut einem Pressebericht ihren milliardenschweren Immobilienbesitz am Potsdamer Platz in Berlin zum Verkauf. Laut "Financial Times Deutschland" hat Daimler die Investmentbank Merrill Lynch und den Immobilienberater Angermann mit der Suche nach Käufern beauftragt. Marktbeobachter schätzen den Wert des Daimler-Ensembles auf rund 1,5 Milliarden Euro.

Im Fall des benachbarten Sony-Centers hat nach "FTD"-Informationen der japanische Sony-Konzern die Frankfurter Investmentbank Drueker mit der Vermarktung beauftragt. Marktkenner schätzen den möglichen Verkaufserlös auf 600 bis 700 Millionen Euro.

"Den besten Zeitpunkt für einen Verkauf haben Daimler und Sony zwar verpasst", hieß es am Montag in Marktkreisen. "Aufgrund der Kreditklemme können Investoren große Deals nicht mehr so günstig finanzieren und daher nicht mehr so hohe Preise bieten wie noch vor wenigen Monaten." Angesichts der prominenten Lage sei dennoch mit regem Interesse von Finanzinvestoren zu rechnen.

Zurzeit sind Goldman Sachs, Morgan Stanley und Fortress sehr aktiv im deutschen Immobilienmarkt. Auch strategische Immobilieninvestoren aus dem In- und Ausland kommen als mögliche Käufer infrage. Ungeachtet der aktuellen Finanzierungsengpässe rechnen Experten mit steigenden Mieten und sinkenden Leerständen in deutschen Großstädten, was den Immobilienmarkt für Investoren interessant macht.

(APA)

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