"Hoffnungen, dass das schlimmste der Kreditkrise aus den USA überstanden ist, treibt die Märkte", sagt ein Händler.
Der Dow-Jones-Index der Standardwerte der New Yorker Börse schloss am Montagabend um 1,4 Prozent höher auf einem Allzeithoch von 14.088 Punkten. Das Börsenbarometer brach seinen Rekord vom Juli - und das, obwohl mehrere Konjunkturdaten, die am Montag in den USA veröffentlicht wurden, schwächer waren als erwartet.
So hatte die nach Marktwert größte US-Bank Citigroup vorausgesagt, dass ihr Gewinn im dritten Quartal wohl um 60 Prozent einbrechen werde. Gleichzeitig erklärte das Institut, es werde "im vierten Quartal zu einer normalen Ergebnis-Umgebung zurückkehren".
"Möglicherweise konzentrieren sich die Leute auf die Tatsache, dass die großen Banken die bittere Pille früh schlucken und optimistisch genug sind, das zu tun", sagte Analyst Subodh Kumar von Subodh Kumar & Associates. Es sei ein gutes Zeichen, dass sich die Finanz-Institute stark fühlten, so der Analyst.
Asiatische Börsen beflügelt
Der Tokioter Aktienmarkt hat am Dienstag den Handel beflügelt von dem neuen Rekordhoch an der Wall Street mit festeren Notierungen beendet. Der Nikkei-225 Index stieg um 1,19 Prozent auf 17.046,78 Zähler.
Die Kursentwicklung an den US-Börsen, die mit einem neuen Rekord im Dow Jones Industrial den Schreck der Subprimekrise bereits wieder vergessen gemacht hätten, animiere Anleger zu Käufen, sagte ein Händler. Am Morgen hätten auch die Märkte in Asien nachgezogen und die Stimmung weiter aufgehellt. "Hoffnungen, dass das schlimmste der Kreditkrise aus den USA überstanden ist, treibt die Märkte", sagte ein Händler.
Auch Europas Börsen mit Gewinnen
Die Leitbörsen in Europa haben am Dienstag im frühen Handel einheitlich mit Gewinnen tendiert. Um 11:20 Uhr MESZ notierte der DAX in Frankfurt mit 7.958,10 Punkten, das entspricht einem Plus von 0,45 Prozent. In London stieg der FT-SE-100 um 0,41 Prozent auf 6.532,80 Zähler.
Auch die Märkte in Paris und Zürich bewegten sich im positiven Terrain. Am weitesten in der Gewinnzone zeigte eine Branchenbetrachtung die Bankentitel.
So gewann in Zürich UBS 2,95 Prozent auf 66,40 Franken. Die Bank hat nach Einschätzung von Händlern am Vortag mit der Ankündigung starker Ergebniseinbußen im dritten Quartal einen ersten, entschlossenen Strich unter die US-Subprime-Krise gezogen. JP Morgan stufte das Papier am Morgen von "Underweight" auf "Neutral" hoch und Morgan Stanley hob die Aktien auf "Equal weight". (Red.)