Finanzen: Hypothekenkrise fordert immer mehr Opfer

Banken und Baufinanzierer mit Verlusten.

Wien (APA/Reuters). Die Turbulenzen, ausgelöst von schlecht besicherten Hypothekarkrediten auf dem US-Markt, brachte seit Jahresbeginn bereits zahlreiche Banken und Baufinanzierer ins Trudeln. Teils fuhren sie große Verluste aus den Geschäften mit den Subprime-Krediten ein, in den USA gingen sogar einige Hypothekengeber pleite. Betroffen waren in Europa unter anderem die HSBC, die größte Bank Europas, die Düsseldorfer IKB, und die Landesbank SachsenLB, Jüngst kostete die Finanzkrise auch der Deutschen Bank im dritten Quartal insgesamt 2,2 Milliarden Euro, das Bankhaus erwartet aber dennoch für diesen Zeitraum einen höheren Gewinn als im Vorjahresquartal.

Derzeit großes Thema in der Finanzwelt: die Übernahme der angeschlagenen britischen Hypothekenbank Northern Rock. Nur zwei Finanzinvestoren – JC Flowers und Cerberus – sollen ihr Interesse bekundet haben, der Berater von Northern Rock, die US-Bank Citi Group, hat laut Reuters sogar signalisiert, eventuellen Käufern finanziell unter die Arme zu greifen.

Bei der Schweizer Großbank Credit Suisse geht man davon aus, dass die Krise noch zumindest sechs bis hin zu 18 Monaten anhalten könnte, der amerikanische Hypothekenmarkt werde auch mittelfristig die bisherigen Höhen nicht mehr erreichen.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 06.10.2007)

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