Die FMA-Reform sei sowohl für die Nationalbank als auch für die FMA ein gutes Ergebnis - es gebe keine Gewinner und Verlierer der Reform, sagt OeNB-Chef Liebscher.
Klaus Liebscher, Gouverneur der Österreichischen Nationalbank (OenB), Klaus Liebscher, sieht in der FMA-Reform ein gutes Ergebnis - für OeNB und FMA. Er sehe die Nationalbank nicht als Gewinner der Reform, sagte Liebscher im Ö1-Morgenjournal: Er sehe hier kein Spiel von Gewinnern und Verlierern.
"Wir sind keine Wirtschaftspolizei"
Eine gut funktionierende Aufsicht habe die Interessen der Sparer und Einleger wahrzunehmen, sagt Liebscher. Der Nationalbank-Chef betont: "Wir sind keine Wirtschaftspolizei oder Ähnliches, wo man in eine Bank kommt und sagt: 'Alle mit dem Rücken an die Wand, und niemand bewegt sich mehr!' Wir haben seriöse Analysen zu machen, um die Risikotragfähigkeit einer Bank sicherzustellen - im Interesse ihrer Sparer und Einleger. Aber wenn man einen hat, der seine Limits nicht einhält und einen Riesenverlust für die Bank hervorruft, werden wir immer einen Schritt nach sein. Das - so glaube ich - muss auch einmal klar ausgesprochen werden".
Was ihn so sicher mache, dass die Nationalbank die Bankenaufsicht besser machen wird als die FMA? "Wir haben ein sehr gutes Team, eine sehr hohe Expertise und sind uns auch bewusst, dass wir mit dieser Neuordnung eine enorme Verantwortung eingehen", zeigt sich Liebscher überzeugt.
Kritik an der FMA will Liebscher nicht üben. Er habe immer eine konstruktive Zusammenarbeit mit der FMA gehabt und gehöre nicht zu jenen, die andere, mit denen man zusammenarbeitet, kritisiere. Mit der Causa Meinl-Bank beschäftige man sich seit 14 Tagen. (Red.)