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Zugmann: Kreativität: Jetzt aber wirklich!

Dem langen Reden folgen nun kreative Taten.

Es gibt Themen, über die wird jahrelang nur geredet. Aber dann wird's auf einmal ernst. Dann muss sich die schöne Theorie in der harten Praxis beweisen. Diese Transformation erlebt gerade das Thema Kreativität. Jahrelang haben wir davon geredet, dass wir in den Unternehmen die besten, klügsten und kreativsten Köpfe brauchen – und ohne mit der Wimper zu zucken stromlinienförmige Langweiler eingestellt.

Doch der immer stärker werdende Fachkräftemangel und der immer intensivere Innovationsdruck, der auf Unternehmen lastet, haben klar gemacht: So wie bisher geht's nicht weiter. Wir müssen uns nun wirklich um die kreativsten Köpfe bemühen. Das gilt für alle Arbeitgeber – vom börsenotierten Unternehmen bis hin zur NPO.

Gut, dass es da Initiativen wie den „Great Place to Work“-Wettbewerb gibt. Gut, dass sich HR-Manager nicht mehr als Personalverwalter, sondern als Personalgestalter sehen. Gut, dass kreative Köpfe in unserer Arbeitswelt 2.0 endlich was zählen. Denn die kreativen Köpfe von heute sind die wichtigste Zukunftsversicherung für den Wirtschafts- und Arbeitsstandort von morgen.

Wie sehr Kreativität in der Wirtschaftswelt punktet, das zeigen sehr anschaulich die Design Weeks, die gerade in Wien mit großem Erfolg über die Bühne gehen. Immer mehr Unternehmen nutzen das kreative Potenzial von Designern, um sich am Markt Wettbewerbsvorteile zu sichern. Kreativität lohnt sich eben. Endlich!


johanna.zugmann@diepresse.com

("Die Presse", Print-Ausgabe, 13.10.2007)