Der Euro befindet sich weiter auf einem Höhenflug: Nach der am Donnerstag aufgestellten Rekordmarke von 1,4309 Dollar, notierte er am Freitag angesichts schwacher Wirtschaftsdaten aus den USA bei einem Höchststand von 1,4320 Dollar. Im Gegensatz zum Euro ist der Dollar zur Zeit sehr schwach. Eine eventuelle Stärkung der Währung wird bei dem am Freitag beginnenden G-7-Treffen diskutiert.
"Die große Story ist die Dollarschwäche", sagte Devisen-Strategin Laura Ambroseno von Morgan Stanley. "Die Verlangsamung des Wachstums breitet sich aus." Damit sei die Wahrscheinlichkeit einer Zinssenkung in den USA gestiegen, was die Attraktivität von Anlagen in Dollar senken würde.
Das Marktumfeld sei nervös, sagten Börsianer. Der Ölpreis erreichte eine neue Höchstmarke von 90 Dollar pro Fass. Das als sichere Anlage geltende Gold kletterte auf den höchsten Stand seit Jänner 1980. Zudem haben schwache Zahlen vom US-Immobilien- und Arbeitsmarkt für Druck auf den Dollar gesorgt. Rund drei Viertel der Marktteilnehmer rechnen mit einer Zinssenkung durch die US-Notenbank.
Bei dem am Freitag beginnenden G-7-Treffen werden nach Ansicht von Devisenexperten mit großer Wahrscheinlichkeit keine Entscheidungen zur Stärkung des Dollar fallen. "Wir befürchten, dass die G7-Staaten wenig Anreiz haben, die derzeitigen Währungstrends zu verändern", heißt es in einem Marktkommentar von UniCredit. Experten gehen davon aus, dass es der US-Währung Auftrieb geben würde, wenn die Schwäche von Dollar und Yen bei dem Gipfel der Finanzminister und Notenbankchefs der sieben führenden Industrienationen thematisiert werden.
(APA)