Medienberichten zufolge steht der Bawag unter der neuen Führung ein radikaler Personalabbau bevor. Bis zum Börsegang sollen hunderte Stellen eingespart werden.
Bis Ende 2008 sollen rund 400 Posten gestrichen werden. Das bestätigte das alte und das neue Bawag-Management diese Woche. Ursprünglich war bis Ende 2011 ins Auge gefasst. Nun mehren sich Spekulationen, dass es in der Folge um viel mehr Jobs geht - und dass alles sehr diskret ablaufen soll. Wie das Magazin "Format" heute unter Berufung auf Befürchtungen in der Belegschaft berichtet, könnten die 400 nur der Anfang sein und weitere 600 Jobs bis zum geplanten Börsengang eingespart werden. Kein Kommentar von der Bawag
Eine Zahl, die der ab 1. Jänner 2008 amtierende Bank-Chef David Roberts nicht bestätigen wolle: "Unsere Ziele sind bereits kommuniziert. Den Rest besprechen wir mit dem Betriebsrat, nicht in der Öffentlichkeit." Die Bawag-Betriebsratsvorsitzende Ingrid Streibel-Zarfl war am Freitag nicht für eine Stellungnahme bereit. Auch das Bank-Management wollte sich heute nicht äußern, was es mit den möglicherweise noch einmal 600 wackelnden Jobs auf sich habe. Den "Exit" - Bawag-Börsegang oder andere Form des Beteiligungsabbaues - hat der Eigentümer Cerberus bisher immer nach 5 bis 7 Jahren in Aussicht gestellt. Lotterien-Verkauf schon unterschrieben
Wie berichtet steigt die Bawag PSK demnächst aus den Lotterien aus. Der 36-Prozent-Anteil der Bank geht für kolportierte rund 330 Mio. Euro an die Casinos Austria. Die Casinos (die bisher schon 34 Prozent an der Lotterien-Gesellschaft hielten) werden damit Mehrheitseigentümer. Der Vertrag wurde laut Bawag am 5. November unterzeichnet. Verkauf geht noch heuer über die Bühne
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