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Gouverneur von Georgia: "Beten für den Regen!"

Gouverneur Sonny Perdue im Gebet
(c) Reuters (Tami Chappell)

Wegen der anhaltenden Dürre im US-Bundesstaat Georgia hat der dortige Gouverneur Sonny Perdue zum Gebet für den Regen aufgerufen. Widerstand gegen diese Form der öffentlichen Religiösität regt sich.

Zuerst hat Gouverneur Ronny Perdue Maßnahmen zum Wassersparen angeordnet. Dann bat er Präsident George W. Bush um Hilfe. Jetzt hat er die Mitglieder seiner Landesregierung und die Abgeordneten aufgerufen, vor dem Parlament für Regen zu beten.

Gebet "weil alles andere nicht funktioniert"

Mit dem öffentlichen Regengebet am Dienstag auf den Stufen des Kapitols in Atlanta folgt der baptistische Politiker dem Trend im "Bible Belt" der USA. Auch der Gouverneur von Alabama, Bob Riley, hat bereits im Juli eine Woche zu "Tagen der Gebete für Regen" erklärt. In Georgia beteiligten sich in der vergangenen Woche mehr als 100 Menschen an einer öffentlichen Gebetsveranstaltung für Regen im Football-Stadion von Watkinsville. Und hunderte kamen zu einem Gospel-Konzert für Regen in Atlanta. "Wir müssen einen anderen Ansatz wählen", sagte Rocky Twyman, der das Konzert organisiert hatte. "Wir müssen Gott anrufen, weil alles andere nicht funktioniert."

Widerstand gegen öffentliche Religiösität

Protest kam von der Freidenkergesellschaft in Atlanta. "Der Gouverneur kann beten, wo er will", sagte Ed Buckner, der zu einer Kundgebung gegen das öffentliche Gebet vor dem Kapitol aufgerufen hat. "Er kann aber nicht im Namen der Bevölkerung von Georgia beten."

(Ag./Red.)